Besonders in den Abend- und Nachtstunden würden sich viele Bewohner zunehmend unsicher fühlen. Nach Angaben von Anrainern kommt es immer wieder zu Drogenhandel, Schlägereien sowie Einbrüchen in Kellerabteile und Stiegenhäuser, berichtet die Krone.
Zudem berichten Bewohner von mutwilligen Beschädigungen. So sollen Fenster mit Steinen beworfen und Holzzäune einer Caritas-Einrichtung zerstört worden sein. Die dabei herausgerissenen Holzpfähle seien laut Anrainern sogar als Waffen verwendet worden.
Bewohner fordern mehr Schutz
Rund 13.000 Menschen leben im Sonnwendviertel. Nach Angaben von Anrainern gehören viele der Jugendlichen, die dort regelmäßig für Probleme sorgen sollen, jedoch nicht zu den Bewohnern der Wohnanlage.
Einige Anrainer sprechen sich deshalb für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen aus. Gefordert werden unter anderem verschließbare Innenhöfe sowie eingezäunte Wohnanlagen, um Unbefugten den Zugang zu erschweren.
Politik fordert weitere Maßnahmen
Auch Vertreter der FPÖ unterstützen die Forderung nach stärkeren Sicherheitsvorkehrungen. Sie sehen vor allem die Wohnbauträger und die Stadt Wien in der Verantwortung, Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner umzusetzen. Das Büro des Bezirksvorstehers verweist darauf, dass bereits mehrere Maßnahmen gesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem eine personelle Aufstockung des Fair-Play-Teams sowie ein z usätzlicher Sicherheitsdienst, die beide aus dem Bezirksbudget finanziert werden.
Darüber hinaus steht der Jugendtreff im Sonnwendviertel nach Angaben des Bezirks in regelmäßigem Kontakt mit den Jugendlichen, um durch Gesprächsangebote Konflikte zu entschärfen und Vertrauen aufzubauen.
Aus Sicht der Polizei gab es in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit Jugendkriminalität im Sonnwendviertel kein erhöhtes Einsatzaufkommen.
Dennoch werde jede bekannt gewordene Straftat konsequent verfolgt. Nach Angaben der Polizei liegt die Aufklärungsquote insbesondere bei jugendlichen Tatverdächtigen auf einem hohen Niveau.

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