Am 9. Juni gehen zahlreiche außergewöhnliche Erinnerungsstücke aus dem Besitz der Habsburger sowie anderer europäischer Herrscherhäuser zur Versteigerung.

Ein Hausschuh des Kaisers als begehrtes Sammlerstück

Einer der Gegenstände die versteigert werden sollen: Ein Hausschuh. Der unscheinbar wirkende Schuh stammt aus der Zeit um 1914 und gehörte einst dem langjährigen Monarchen Franz Joseph I. Das Dorotheum bewertet das außergewöhnliche Erinnerungsstück mit einem Schätzwert zwischen 2.000 und 4.000 Euro.

Fast 400 Objekte aus Europas Herrscherhäusern

Insgesamt umfasst die diesjährige Auktion nahezu 400 Exponate aus dem österreichischen Kaiserhaus sowie weiteren europäischen Dynastien.

Die angebotenen Stücke reichen von persönlichen Alltagsgegenständen über historische Uniformen bis hin zu Gemälden und kunstvoll gefertigten Erinnerungsobjekten.

Kaiserin Elisabeth steht erneut im Mittelpunkt

Wie bereits in den vergangenen Jahren widmet sich ein großer Teil der Auktion der wohl berühmtesten Habsburgerin: Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sisi.

Mehrere Exponate spiegeln die besondere Bedeutung wider, die Schönheit, Mode und Selbstdarstellung im Leben der Kaiserin einnahmen. Zu den Höhepunkten zählt ein Porträt aus dem Jahr 1875 des Wiener Malers Georg Martin Ignaz Raab. Das Gemälde zeigt Elisabeth mit einer Smaragdschmuck-Garnitur und stammt aus dem früheren Besitz ihres Bruders Herzog Ludwig in Bayern. Der Schätzwert liegt zwischen 15.000 und 25.000 Euro.

Erwartet.

Internationale Nachfrage nach imperialen Erinnerungsstücken wächst

Die Ergebnisse vergangener Auktionen zeigen, dass das Interesse an Gegenständen aus dem Umfeld der Habsburger immens ist.

Bereits im Vorjahr erzielten mehrere Exponate deutlich höhere Preise als erwartet. Ein persönlicher Schirm von Kaiserin Elisabeth wurde für 16.900 Euro versteigert. Ein von ihrer Tochter Marie Valerie gestalteter Trauerfächer brachte sogar 26.000 Euro ein.

Besonders spektakulär verlief die Versteigerung einer persönlichen Campagne-Uniform von Kaiser Franz Joseph I. Das historische Kleidungsstück erzielte einen Verkaufspreis von 110.500 Euro.

Auch öffentliche Institutionen beteiligen sich regelmäßig an den Auktionen. So erwarben unter anderem Schloss Schönbrunn sowie das ungarische Schloss Gödöllő mehrere bedeutende Exponate.