Aber die Welt sieht nicht nur flirty Blicke und vermeintlich unbeobachtete Umarmungen, sondern auch zwei Medien-Profis, die genau wissen, wie sie sich in Szene setzen. Nichts ist bei diesem Popstar-Politik-Paar dem Zufall überlassen. Jeder Post, egal wie spontan er wirkt, ist garantiert geplant.

Hat Katy Perry eine Schauspielerin sexuell belästigt?

Nicht mal eine ganze Riege von PR-Leuten kann verhindern, dass hässliche Schlagzeilen an der schicken Fassade des Star-Paars kratzen. Aktuell wirft die australische Schauspielerin Ruby Rose, bekannt aus „John Wick 2“ und „Orange Is the New Black“, Katy Perry nämlich sexuellen Übergriff vor – ungewöhnlich, dass es auch mal eine prominente Frau trifft. Auf der Plattform „Threads“ schrieb Rose am 12. April, Katy Perry habe sie vor zwanzig Jahren in einem Nachtclub in Melbourne missbraucht: Die Sängerin habe, so Ruby Rose, ihren Slip zur Seite geschoben und sich auf ihr Gesicht gesetzt, woraufhin sich das Opfer erbrochen habe.

Sofort geht der Post um die Welt. Katy Perry, aktuell auf Welttournee, sieht sich gezwungen, zu dementieren: Das sei kategorisch falsch und eine gefährliche, skrupellose Lüge, so Perrys Management. Doch der Funke hat schon einen Großbrand entfacht. Mehrere Menschen melden sich, die behaupten, die 41-Jährige habe sich ihnen gegenüber übergriffig verhalten. Während sich mit diesen Vorwürfen früher oder später die Justiz beschäftigen wird, schleicht sich bei der medialen Dauerpräsenz von Perry und Trudeau immer mehr der Verdacht ein: Dieses Paar ist nicht so nett, wie es alle Welt glauben machen will.

Katy Perry, die als Katheryn Elizabeth Hudson in einem streng religiösen Pastoren-Haushalt aufwuchs, wurde innerhalb weniger Jahre von der schrillen Göre zum Megastar mit 200 Millionen Instagram-Followern und Fans weltweit. Wie sie das geschafft hat? Mit Hits und dem Image als lustige Quasselstrippe von nebenan.

Machtinstinkt statt Moral

Aber: Es ist auch ihr Instinkt für Macht und für Menschen, die als Ruhm-Verstärker fungieren. Sie trennte sich nach zwei Jahren Ehe vom „umstrittenen“ Comedian Russell Brand, bekam 2020 eine Tochter mit „Herr-der-Ringe“-Star Orlando Bloom und gewann neue Fans dazu: Mütter und Töchter. Nur bei der LGBTQ-Community musste sich Katy Perry erst einen Platz erkämpfen. In mehreren Interviews sagt sie, als Jugendliche habe sie gelernt, Homosexualität sei Sünde. Jetzt sei sie eine Verbündete für queere Menschen. Wer eine stabile Fan-Gemeinde in der Regenbogen-Szene hat, kann sich über treue Anhänger und gute Verkäufe freuen. Doch selbst gutmeinende Fans wittern: Katy Perry spricht viel und meint wenig. Nicht einmal heiße Bühnenshows mit Andeutungen von lesbischem Sex können die Queeren überzeugen. Katy Perry sagt, was man in diesen Jahren eben sagt, wenn man vom Star zum Megastar aufsteigen will: Verbündete, Diversity, Empowerment.

Doch wenn jemand aus seinem ganzen Leben eine Show macht, was ist dann noch echt?

Als die Sängerin im April 2025 mit einer Frauen-Crew ins All fliegt, gerät das zum PR-Desaster. Zusammen mit Moderatorin Gayle King, Jeff-Bezos-Ehefrau Lauren Sánchez, Wissenschaftlerin Aisha Bowe, Produzentin Kerianne Flynn und Aktivistin Amanda Nguyen startet Katy Perry von West-Texas aus zu einem elfeinhalbminütigen Weltraumtrip, an dessen Ende sie unsanft in der Realität aufprallt. Denn Umweltaktivisten laufen angesichts dieses galaktischen Egotrips Sturm, genauso wie Feministinnen. Das Ziel der Multi-Millionen-Mission – Sichtbarkeit für Frauen in der Raumfahrt – entpuppt sich als Bullshit. Sichtbar wird vor allem eine Diva, die das inszenierte Drama beherrscht: Nach der Landung küsst Katy auf Knien den Boden und hält eine Blume gen Himmel. Dass sie an Bord auch Werbung für ihre Welttournee gedreht hat – geschenkt.

Die PR-Maschine läuft. Das Forbes-Magazin schätzt Perrys Vermögen Anfang des Jahres auf rund 360 Millionen US-Dollar. Doch es gibt immer härtere Kritik. Da schreiben Medien wie die britische Dailymail, Katy Perrys Wahrnehmung sei „toxisch“ geworden – und sie selbst zur Symbolfigur eines gescheiterten, aufgesetzten Feminismus. Aber wofür steht Katy Perry wirklich? Die Antwort ist simpel: Macht.

Trudeaus Karriere: Skandale und Show

Genauso wie Justin Trudeau. Lange wirkt er wie der Politik-Posterboy, der Kanada aufblühen lässt. Doch dieses Image bekommt Risse: Er wickelt die kanadische Wirtschaft ab und sammelt Skandale: 2019 klagt Justizministerin Jody Wilson-Raybould, Trudeau habe sie gedrängt, eine Korruptionsklage gegen einen großen Maschinenhersteller abzuwenden. Trudeau verspricht der indigenen Bevölkerung ein besseres Leben, aber viele der Communitys haben nicht einmal trinkbares Leitungswasser. Er schwadroniert von Menschenrechten und liefert schwere Waffen an Saudi-Arabien. Als alte Fotos auftauchen, die ihn beim Kostümabend einer Privatschule mit braun geschminkter Haut zeigen, muss Trudeau sich beim kanadischen Sender CBC für das Brownfacing entschuldigen. „Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte es besser wissen sollen, aber das habe ich nicht. Es tut mir wirklich leid.“

Auch Gerüchte, wonach Trudeau allen Geschlechtern gegenüber offen sein soll, verstummen nie ganz. 2016, 2017 und 2018 tritt er bei „Pride“-Paraden in Toronto und Montreal auf. Seine Ehe mit Sophie Grégoire, mit der er drei Kinder hat, scheitert 2023 nach 18 Jahren.

Corona-Einpeitscher und Freiheitsfeind

Was man angesichts der aktuellen Pärchen-PR-Kampagne gerne vergisst: Trudeau hatte in der Coronazeit seine düstersten Auftritte als Premierminister. Er drängte auf strenge Regeln, härtestes Eingreifen des Staates und bestrafte 2022 die demonstrierenden Trucker, indem er ihnen die Konten sperren ließ und den nationalen Notstand ausrief, um Bürgerrechte außer Kraft zu setzen. Bis heute gelten die wütenden Trucker als Ikonen des Widerstands. Denn in diesen Wochen wurde deutlich: Wenn alles digitalisiert ist, wenn alle gehorchen, dann kann ein Staat jedem Bürger in Nullkommanichts die Existenz lahmlegen.

Seit seinem Rücktritt als Premier und Parteivorsitzender im Januar 2025 ist Justin Trudeau offiziell vermögender Privatier. Dass er im Hintergrund noch viele Strippen zieht, daran zweifelt niemand. Und wer könnte das angekratzte Image schneller aufpolieren, als ein Popstar? Für die einen sind sie Idole, für andere die Fürsten der Finsternis. Viele Menschen lassen sich von der Pärchen-Kampagne nicht täuschen.

Perry und Trudeau sind extrem gut vernetzt und nutzen die Kombination aus Musik und Macht, um ihre woke Agenda voranzutreiben: Als Katy ihren Justin im Januar 2026 zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos begleitete, erschien die Krawall-Königin ganz konservativ im beigefarbenen Kostüm. Spätestens da wurde klar: Diese beiden wollen viel mehr als nur diese Bühne. Viel mehr.

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