Im April 2025 kam es in einem Logistikzentrum in Hagenbrunn, Niederösterreich zu einem Vorfall, der selbst erfahrene Mitarbeiter überraschte. Ein beschädigtes Paket fiel auf, weil es sich bewegte. Die Beschäftigten reagierten sofort und öffneten die Sendung. Darin befand sich eine Katze, die sehr geschwächt wirkte.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Paket dann geöffnet und die Katze entdeckt. Das Tier wirkte angeschlagen. Die Kolleginnen und Kollegen haben die Katze ins Büro gebracht und mit Wasser und Futter versorgt“, erklärte Markus Leitgeb dem ORF. Das Tier wurde anschließend in ein Tierheim gebracht und dort versorgt.

Ermittlungen führen zum Absender

Nach dem Fund begann die Aufarbeitung des Falls. Ein Mitarbeiter recherchierte die Herkunft des Pakets und konnte den Absender ausfindig machen. Daraufhin wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erstattet. Die Ermittlungen führten schließlich zu einem 20-jährigen Mann aus dem Wiener Bezirk Ottakring.

Vor Gericht wurde der Ablauf näher beleuchtet. Laut Angaben von Christina Salzborn hatte der Beschuldigte im April 2025 einen Abholservice der Post genutzt, um mehrere Pakete direkt aus seiner Wohnung versenden zu lassen.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Im Prozess zeigte sich der Beschuldigte nicht geständig. Er verzichtete auf eine Verteidigung und bestritt, die Katze selbst verschickt zu haben.

Stattdessen behauptete er, ein Postmitarbeiter habe das Tier mitgenommen. Diese Darstellung konnte vor Gericht jedoch nicht bestätigt werden. In den Befragungen gab der 20-Jährige zudem an, im vergangenen Jahr unter einer Belastungsstörung gelitten zu haben.

Urteil gesprochen – Entscheidung noch offen

Das Gericht verhängte schließlich eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Fall reiht sich in eine Serie von Delikten ein, die zuletzt für Aufmerksamkeit sorgten.

Weiterer dubioser Fall

Ende Februar wurde in Niederösterreich ein anderer dubioser Fall bekannt: Drei Jugendliche aus Wien standen im Verdacht, für mehrere Einbruchsdiebstähle in Niederösterreich verantwortlich zu sein. Ein 16- und ein 17-Jähriger wurden festgenommen, ein 15-Jähriger angezeigt. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 19.000 Euro.

Die Ermittlungen begannen nach einem Einbruch in einen Handyshop in Wolkersdorf im Weinviertel. Ein Zeuge hatte die Polizei alarmiert, woraufhin die Beamten drei Jugendliche in Tatortnähe bemerkten. Diese ergriffen zunächst die Flucht.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten den Beschuldigten mehrere Einbrüche in Mistelbach sowie in Gemeinden im Bezirk Tulln zugeordnet werden. Dabei wurden vor allem Mobiltelefone und Bargeld entwendet.