Es ist eine Situation, die viele Jugendliche kennen. Nach einem launigen Abend ist der Handy-Akku spät in der Nacht leer. Schwierig, sich ein Taxi oder einen Rufbus zu buchen. So geschehen in der Nacht des 6. Juli – was zum Verhängnis für eine 16-Jährige wurde.

Auf dem Heimweg abgebogen

Denn in diesem Moment habe sich ein Syrer in einem Pkw genähert. Er soll dem Mädchen angeboten haben, sie nach Hause zu fahren. Nach ihrem Einverständnis und der Nennung der Wohnadresse wäre der 21-jährige Fahrer allerdings von der Route abgewichen und nach exxpress-Informationen in Richtung Lobau (Wien-Donaustadt) abgebogen. In einem abgelegenen Bereich nahe der Finsterbuschstraße soll sich der Syrer dann an seinem Opfer gegen 4.45 Uhr vergangen haben. Es besteht der Verdacht der Vergewaltigung.

Videoaufzeichnung führte auf die richtige Spur

Nach dem mutmaßlichen Sexualdelikt habe der Verdächtige sein Opfer nach Hause geführt und wäre weitergefahren. Nach den Schilderungen des geschockten Mädchens wurde schnell die Polizei eingeschaltet. Die Exekutive sah sich Videoaufzeichnungen des verwendeten Fahrzeugs an und identifizierte den Zulassungsbesitzer.

Pkw gehörte Verwandtem

Die Beamten suchten den Inhaber des Pkw an dessen Adresse auf – und stießen dabei neben ihm auf den 21-jährigen mutmaßlichen Täter, der ein Verwandter ist. Danach klickten die Handschellen für den Syrer. Er wurde einvernommen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft in eine Justizanstalt gebracht.

Psychologische Betreuung einerseits, einschlägige Vorgeschichte andererseits

Während sich das Mädchen nach der Tat in psychologischer Betreuung befindet, verstören beim 21-Jährigen noch einige Infos, die der exxpress recherchierte. Der Syrer wäre weder unter Alkohol- noch unter Drogeneinfluss gestanden – er soll der Polizei aber bereits einmal aufgefallen sein. In Niederösterreich, wegen eines Sexualdelikts.