Mehrere hundert Menschen nahmen laut dem Tagesspiegel an dem Marsch in Berlin-Mitte teil. Offiziell war die Demonstration als Solidaritätskundgebung für unterdrückte Menschen und gegen Krieg angemeldet.
Verherrlichung fragwürdiger Persönlichkeiten
Vor Ort zeigten Teilnehmer jedoch auch Fahnen und Symbole aus dem Iran, dem Libanon und der Türkei sowie Bilder und Banner, die nach Medienberichten führende Persönlichkeiten islamistischer Gruppen verherrlichten.
Welches Sinnbild wird hier transportiert?
Für besondere Empörung sorgte der Umgang mit den Kindern. Sie marschierten bei sengender Hitze mit Metallbändern verbunden durch den Demonstrationszug. Das Jüdische Forum dokumentierte die Szenen und veröffentlichte entsprechende Aufnahmen.
Mittel zum Zweck
Der Aschura-Tag zählt zu den wichtigsten Feiertagen der Schiiten und erinnert an den Tod von Imam Hussein. Traditionell finden Prozessionen und Trauerrituale statt. Kritiker werfen radikalen Gruppen jedoch vor, diese religiösen Zeremonien für politische Botschaften und die Verherrlichung extremistischer Akteure zu nutzen. Die Berliner Polizei hatte den Marsch genehmigt. Allerdings dürften nicht nur die hohen Temperaturen die Debatte über islamistische Demonstrationen in Deutschland nun erneut anheizen.

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