Die Auseinandersetzung um ein Social-Media-Posting von „ZiB 2“-Moderator Armin Wolf beschäftigt nun auch die ORF-Führung. ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher hat laut Medienberichten eine Prüfung des Beitrags eingeleitet, nachdem Kritik aus den Reihen der FPÖ laut geworden war.

Wolf hatte am Wochenende auf der Plattform Bluesky die exxpress-Gründerin Eva Schütz als Herausgeberin einer „rassistischen Fake-News-Schleuder“ bezeichnet. Anlass war die Nominierung von Schütz für ein Hearing im Zuge der laufenden ORF-Generaldirektorenwahl. Die Juristin zählt zu den Bewerbern um den Spitzenposten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Ingrid Thurnher
Ingrid Thurnher

FPÖ sieht möglichen Verstoß gegen Ethikkodex

Der von der FPÖ entsandte ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler sieht in Wolfs Aussagen einen möglichen Verstoß gegen den ORF-Ethikkodex und forderte eine Überprüfung durch die ORF-Spitze. Dieser Forderung wird nun nachgegangen.

Wolf verteidigte seine Wortwahl inzwischen öffentlich. Auf Bluesky verwies er auf einen von ihm veröffentlichten Screenshot der exxpress-Website, auf dem Nutzerkommentare zu sehen seien. Diese hätten seine Einschätzung begründet, erklärte er.