Lawinen reißen drei Wintersportler in Tirol und Vorarlberg in den Tod
Mehr als 30 Lawinenabgänge binnen weniger Stunden: In Tirol und Vorarlberg sind am Mittwoch drei Wintersportler ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden teils lebensgefährlich verletzt, die Lawinengefahr bleibt hoch.
Die angespannte Lawinensituation in Westösterreich hat am Mittwoch zu mehreren schweren Unglücken geführt. In Tirol kamen zwei Wintersportler ums Leben, ein weiterer tödlicher Lawinenabgang ereignete sich in Vorarlberg.
Im freien Skiraum nahe der 8er-Sesselbahn „Brunn“ im Bereich Pengelstein in Kirchberg (Bezirk Kitzbühel) wurde ein junger Mann von einer Lawine verschüttet. Einsatzkräfte der Bergbahn, der Bergrettung Kirchberg sowie zwei Notarzthubschrauber bargen den Wintersportler. Er musste noch vor Ort reanimiert und in die Innsbrucker Klinik geflogen werden.
Drei Wintersportler auf gesperrter Route erwischt
Tragisch endete ein Lawinenabgang auf der gesperrten Adlerroute in Fiss (Bezirk Landeck). Drei Wintersportler wurden erfasst, zwei davon verschüttet. Ein 71-jähriger Urlaubsgast kam ums Leben. Zwei weitere Alpinisten (41 und 34) wurden verletzt. Der Verstorbene hatte kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich.
Bereits zuvor war im Navistal ein 44-jähriger deutscher Tourengeher tödlich verunglückt. Bei der Abfahrt vom Geier (2.857 Meter) löste sich ein Schneebrett. Sein Begleiter konnte ihn zwar ausgraben und reanimieren, doch der Mann starb noch am Unfallort.
Laut Leitstelle wurden bis zum Nachmittag mehr als 30 Lawinenabgänge gemeldet. In Nordtirol herrscht in höheren Lagen weiterhin große Lawinengefahr (Stufe 4). Experten warnen vor schwer erkennbaren Gefahrenstellen und instabilen Altschneeschichten.
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