Die Libertatem-Stiftung hat in Salzburg den Libertatem-Preis für Medienfreiheit verliehen. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ging heuer an den Schweizer Historiker, Verleger und Journalisten Dr. Markus Somm. Die Preisverleihung fand im Hangar 7 statt.
Der Libertatem-Preis wird seit 2020 an Persönlichkeiten vergeben, die sich im deutschsprachigen Raum für unabhängigen, kritischen Journalismus und Meinungsfreiheit einsetzen. Eine Besonderheit der Auszeichnung: Nicht die Stiftung selbst entscheidet über den Gewinner. Vielmehr wählen die bisherigen Preisträger den jeweiligen Nachfolger und bilden damit zugleich die Jury.
Somm war von 2010 bis 2018 Chefredakteur der „Basler Zeitung“ und zwischen 2014 und 2018 auch deren Verleger. Seit 2021 steht er als Verleger und Chefredakteur an der Spitze des Schweizer Satiremagazins „Nebelspalter“.
Preis verstorbenen Ziegler gewidmet
In seiner Dankesrede widmete Somm den Preis dem kürzlich verstorbenen Schweizer Soziologen und Politiker Jean Ziegler. Trotz unterschiedlicher politischer Auffassungen habe er mit dem Sozialdemokraten stets intensive und anregende Diskussionen geführt. Gerade die Fähigkeit, kontroverse Positionen respektvoll auszutauschen, sei für eine lebendige demokratische Debatte von zentraler Bedeutung.
Der Libertatem-Preis wird jährlich vergeben und wechselt dabei zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz. Ziel der Auszeichnung ist es, unabhängigen Journalismus und die Freiheit der öffentlichen Meinungsäußerung zu stärken.

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