Spektakuläre Wende im Fall Sven „Marla Svenja“ Liebich: Der seit Monaten untergetauchte Aktivist ist in Tschechien festgenommen worden – dank eines entscheidenden Fehlers. Seine Lebensgefährtin reiste aus Deutschland an, wurde observiert – und führte die Ermittler direkt zu ihm.
Im tschechischen Schönbach bei Asch schlugen schließlich Spezialeinheiten zu. Die als „Schädeljäger“ bekannte Truppe griff zu und beendete die monatelange Suche.
Fluchtversuch scheitert
Liebich versuchte noch zu entkommen – erst mit einem E-Roller, dann zu Fuß. Doch der Versuch misslang. Laut tschechischen Behörden soll es dabei auch zu Gewalt gekommen sein.
Der 54-Jährige wurde unmittelbar nach der Festnahme in ein Gefängnis in Pilsen gebracht. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl vor.
Auslieferung nach Deutschland geplant
Nun beginnt das juristische Tauziehen: Deutschland muss offiziell die Auslieferung beantragen. Liebich kann sich dagegen wehren – was das Verfahren verzögern könnte.
Klar ist aber: Sollte er überstellt werden, wird er zunächst in ein Frauengefängnis in Chemnitz kommen. Der Grund: Sein Geschlechtseintrag ist weiblich.
Streit um Geschlechtseintrag
Doch auch das könnte sich noch ändern. Nach Informationen von Apollo News läuft derzeit ein Verfahren, das den Geschlechtswechsel rückgängig machen soll. Eine Entscheidung steht noch aus.
Zusätzlich hatte Liebich zuletzt erklärt, sich als nonbinär zu identifizieren – eine offizielle Änderung erfolgte jedoch nicht.
Liebich war wegen mehrerer Delikte – darunter Volksverhetzung, Beleidigung und üble Nachrede – zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Seit August galt er als untergetaucht.

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