Damit die Party nicht aus dem Ruder läuft, setzt die italienische Polizei auch heuer wieder auf Unterstützung aus Österreich. Vier österreichische Beamte sind vor Ort. Einer von ihnen ist der Kärntner Polizist Rev. Insp. Martin Macor, der den Einsatz in Lignano bereits gut kennt.
Vermittler ohne Polizeigewalt
Die österreichischen Beamten haben in Italien keine hoheitlichen Befugnisse. Festnehmen, strafen oder einschreiten dürfen sie nicht. Dafür sind ausschließlich die italienischen Behörden zuständig.
Ihre Aufgabe ist eine andere: Sie übersetzen, erklären, vermitteln und beruhigen. Gerade wenn junge Österreicher mit italienischen Polizisten aneinandergeraten oder die Situation unübersichtlich wird, sollen die Beamten aus der Heimat helfen.
Macor erklärt gegenüber 5min.at, man habe in den vergangenen Jahren gemerkt, dass die Arbeit zu zweit kaum zu bewältigen sei. Heuer sind daher vier österreichische Polizisten im Einsatz.
„Rettungsanker“ für Landsleute
Für viele feiernde Österreicher sind die Beamten ein vertrautes Gesicht in einer fremden Umgebung. Solange alles ruhig bleibt, fallen sie kaum auf. Wenn es Probleme gibt, ändert sich das schnell.
Dann seien viele froh, österreichische Polizisten zu sehen, sagt Macor. Sie würden für die Landsleute „quasi so ein Rettungsanker“ sein.
Genau das ist der Sinn des Einsatzes: Nähe herstellen und Missverständnisse vermeiden. Überdies gilt es zu verhindern, dass aus einer aufgeheizten Situation mehr wird.
Italienische Polizei bleibt zuständig
Die Verantwortung liegt weiter klar bei der italienischen Polizei. Sie sorgt für Sicherheit und Ordnung. Die österreichischen Beamten unterstützen nur kommunikativ.
Macor lobt die italienischen Kollegen ausdrücklich. Diese würden sehr viel Geduld zeigen und oft beide Augen zudrücken. Gleichzeitig gebe es eine rote Linie. Wird sie überschritten, werde natürlich durchgegriffen.
Einsatz bis zur Rückreise
Der erste Abend verlief laut Polizei vorerst ruhig. Trotzdem bleibt das Pfingstwochenende für die Einsatzkräfte eine Herausforderung. Je mehr gefeiert wird, desto wichtiger wird die Präsenz vor Ort.
Die österreichischen Beamten sind bereits seit den Briefings am Mittwoch im Einsatz. Sie bleiben bis zur Rückreise der Partygäste am Dienstag in Lignano.

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