Darin werden verschiedene Methoden und Spiele beschrieben, mit denen Kinder und Jugendliche an Themen rund um Sexualität herangeführt werden sollen. Ein Beispiel ist das Spiel „Grabbelsack“, das sich laut Broschüre an Kinder „ab 8 oder ab 10 Jahren“ richtet. In der Beschreibung heißt es wörtlich: „Je nach Alter und Thema empfehlen sich unterschiedliche Dinge, z. B. Verhütungsmittel, Gleitgel, Sexspielzeug.“ Ziel sei es, „herauszufinden, was sie mögen bzw. was sie nicht möchten und was gute Beziehungen ausmacht“.
Der Verband formuliert auch grundsätzliche pädagogische Ziele. Auf ihrer Webseite heißt es: „Heteronormativität und Patriarchat sind keineswegs Naturgesetze, sondern Ideologien.“ Diese gelte es zu hinterfragen und „pädagogisch andere Erlebnisräume zu ermöglichen“.
Die Broschüre wurde nach Angaben des Verbands „aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ gefördert. Seit 2016 erhielt der Bundesverband rund 13 Millionen Euro aus diesem Fördertopf.
Neben dem „Grabbelsack“ beschreibt die Broschüre weitere Spiele für unterschiedliche Altersgruppen. Für Kinder ab sechs Jahren wird etwa das Spiel „Sex-Salat“ empfohlen, eine Variante des bekannten Kinderspiels „Obstsalat“. Dazu heißt es: „Statt Obstsorten werden für diese Variante Begriffe für Sexualorgane, sexuelle Identitäten o. ä. genommen.“ In einem weiteren Spiel sollen Teilnehmer „alle Begriffe, die sie als Synonym für Vagina (Gruppe 1), Penis (Gruppe 2) und Geschlechtsverkehr (Gruppe 3) kennen“, zusammentragen. Darüber berichtet Apollo News.
„Schwul-lesbisches Bingo“
Auch das Spiel „Schwul-lesbisches Bingo“, das ebenfalls für Kinder ab sechs Jahren vorgesehen ist, wird in der Broschüre beschrieben. Die Teilnehmer sollen dabei Dinge notieren, „die Lesben und Schwulen Spaß macht“, und diese später im Spielverlauf abgleichen.
„Systemimmanente Geschlechterrollen“ sollen aufgebrochen werden
Darüber hinaus berichtet die Broschüre über Seminare und Zeltlager des Verbands. Dort würden Teilnehmer gemischtgeschlechtlich untergebracht, um nach Darstellung der Falken „systemimmanente Geschlechterrollen“ aufzubrechen. In einem Beispiel aus einem Seminar werden praktische Übungen beschrieben, etwa das Überziehen von Kondomen oder Diskussionen über Körperbilder.
Zu einer Übung heißt es: „Das Rasieren wird fast gewalttätig und zeigt damit, wie sich Menschen zum Teil selbst schmerzhafte Dinge antun, um einem Schönheitsideal zu entsprechen.“
Im theoretischen Teil der Broschüre befassen sich die Autoren mit grundlegenden Fragen kindlicher Sexualität. Unter der Überschrift „Das Kind ein sexuelles Wesen? Ja! (und Nein)“ heißt es: „Ein Kind erlebt Sexualität als eine Einheit von Körper, Gefühlen und Verstand. Es entwickelt dadurch eine ganzheitliche Identität.“ Zugleich betont der Verband eine „sexpositive Haltung“. Wörtlich heißt es: „Die Grenzen zur sexuellen Gewalt sind überschritten, wo nicht das Wohl des Kindes, sondern die sexuellen Bedürfnisse der Erwachsenen im Mittelpunkt stehen.“ Auch seien sexuelle Handlungen zwischen „Erwachsenen und Kindern immer sexualisierte Gewalt, da sie keinen konsensualen Sex miteinander haben können.“
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.

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