Der 40-Jährige soll den beiden jungen Frauen zuvor Drogen verabreicht haben. Die 18-Jährige erlitt Verletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Beide Betroffenen werden psychologisch betreut. Damit befinden sich inzwischen insgesamt zehn Tatverdächtige in Gewahrsam. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Ermittlungen laufen seit Monaten

Die Festnahmen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Sonderkommission „EKO Kajal“, die laut den „Nürnberger Nachrichten“ seit Monaten gegen eine mutmaßliche Gruppe von Drogendealern aus dem Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs ermittelt. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Verdächtigen gezielt Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren angesprochen, ihnen Geschenke und Drogen angeboten und sie dadurch in Abhängigkeit gebracht haben. Anschließend sollen sie sexuell missbraucht und teilweise zu Tätigkeiten im Drogenmilieu gedrängt worden sein. Auch der

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berichtete über den erschütternden Fall.

Weitere Tatverdächtige werden gesucht

Die Ermittler gehen laut „Welt“ davon aus, dass es weitere Opfer und weitere sexuelle Übergriffe geben könnte. Insgesamt stehen inzwischen mehr als ein Dutzend Personen im Fokus der Ermittlungen. Drei Verdächtige befinden sich bereits in Untersuchungshaft, weitere Tatverdächtige werden gesucht.

Parallelen zu Großbritannien

Der Fall wird in deutschen Medien mit den sogenannten „Grooming Gangs“ in Großbritannien verglichen. Dort hatten organisierte Tätergruppen über Jahre hinweg gezielt minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet. Die Aufarbeitung dieser Fälle führte zu einer breiten Debatte über behördliche Versäumnisse und Migrationspolitik.