„Man fesselte mich, um mich zu demütigen“ – Michael Ballweg im NIUS-Interview
Michael Ballweg, Gründer der Querdenken-Bewegung, wurde vergangenen Woche vom Vorwurf des massenhaften Betrugs freigesprochen. Im Interview spricht er nun über Demütigungen in der U-Haft und den umstrittenen Umgang der deutschen Justiz.
Michael Ballweg, Gründer der Gruppe „Querdenken 711“, steht am 31. Juli 2025 im Landgericht Stuttgart, Süddeutschland. Links neben ihm sein Anwalt Reinhard Loeffler – kurz vor der Verkündung des Urteils in seinem Prozess.APA/ Bernd Weißbrod / POOL / AFP
Michael Ballweg, Gründer der Querdenken-Bewegung, wurde am Donnerstag vom Vorwurf des tausendfachen Betrugs vollständig freigesprochen und wegen gerade einmal 11 Euro sowie 8 Euro Steuerhinterziehung und einer Hundematte in den Betriebsausgaben zu einer Verwarnung mit Strafvorbehalt verurteilt. Offensichtlich nur, um die Signalwirkung eines vollständigen Freispruchs zu verhindern.
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Haftrichter setzte auf Demütigung
In einem exklusiven NIUS-Interview schildert Ballweg seine Erlebnisse in Untersuchungshaft und die bewusste Demütigung beim Haftprüfungstermin. „Ich hatte zwei Aktenordner dabei. Ich habe im Gefängnis Zeit gehabt, immer meine Akten zu lesen, habe mich vorbereitet“, erzählt Ballweg im NIUS-Interview. Und: „Er [der Haftrichter] wollte mir partout die rechte Hand gefesselt lassen, damit ich nur mit einer Hand in meinen Ordnern blättern konnte.“
Ballwegs Anwalt habe natürlich nachgefragt, was das soll. Doch als Beschuldigter habe man so gut wie null Rechte, so Ballweg. „Ich denke, er hat das ganz bewusst gemacht, um mich zu demütigen.“
Dieser Artikel erschien zuerst bei unserem Partnerportal NiUS.
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