Im Zentrum des Geschehens stand ein humanoider Roboter des Herstellers Honor. Auf der 21,0975 Kilometer langen Strecke in Peking absolvierte die Maschine den Lauf in 50 Minuten und 26 Sekunden – und war damit schneller als jeder Mensch zuvor. Zum Vergleich: Der bisherige menschliche Weltrekord wurde erst im März von Jacob Kiplimo aufgestellt. Seine Zeit: 56 Minuten und 42 Sekunden.

Überlegenheit der Maschinen: Auch andere Roboter dominieren

Doch es blieb nicht bei einem Einzelfall. Mehrere humanoide Systeme erreichten das Ziel mehr als zehn Minuten vor anderen menschlichen Teilnehmern. Die beiden weiteren Podiumsplätze gingen ebenfalls an autonome Modelle von Honor, mit Zeiten von rund 51 und 53 Minuten.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, starteten rund 300 humanoide Roboter und etwa 12.000 menschliche Läufer auf getrennten Bahnen. Der Kurs stellte hohe Anforderungen: Neben klassischen Asphaltabschnitten mussten die Maschinen auch Steigungen und Parkanlagen bewältigen – ein klarer Test für ihre Bewegungssteuerung und Navigation.

Technologischer Sprung innerhalb eines Jahres

Besonders eindrucksvoll ist der Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr. Bei der ersten Teilnahme von Robotern benötigte die schnellste Maschine noch 2 Stunden und 40 Minuten für die Strecke. Innerhalb von nur zwölf Monaten hat sich die Leistungsfähigkeit also mehr als verdoppelt – ein Tempo, das selbst Fachleute überrascht.

Autonomie als Schlüsseltechnologie

Der siegreiche Roboter, intern als „Flash“ bezeichnet, misst 169 Zentimeter und ist mit einem eigenentwickelten System für hochdynamische Bewegungsabläufe ausgestattet. Entscheidend war jedoch nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Fähigkeit zur autonomen Navigation.

Zwar überquerte ein ferngesteuerter Roboter die Ziellinie bereits nach 48 Minuten und 19 Sekunden, wurde jedoch durch eine Bewertungsregel zurückgestuft: Ferngesteuerte Systeme erhielten einen Zeitfaktor von 1,2, um die Entwicklung autonomer Technologien zu fördern.