An den Medizin-Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Medizin-Fakultät Linz wird gleichzeitig der österreichweit einheitliche MedAT durchgeführt.

Insgesamt stehen 1.950 Studienplätze zur Verfügung – 50 mehr als im Vorjahr. Dennoch kommt im Schnitt auf jeden Platz fast neun Bewerber.

Die meisten Studienwerber zieht es erneut an die MedUni Wien. Dort haben sich 8.235 Personen angemeldet. Dahinter folgen Innsbruck mit 3.532, Graz mit 2.824 und Linz mit 2.289 Bewerbern.

Die verfügbaren Studienplätze verteilen sich auf 784 in Wien, 430 in Innsbruck, 406 in Graz und 330 in Linz.

Interesse zieht wieder deutlich an

Nachdem die Bewerberzahlen in den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen waren, erlebt der Medizin-Aufnahmetest heuer wieder einen deutlichen Anstieg.

An den Rekord von rund 17.800 Anmeldungen aus dem Jahr 2021 reicht man zwar noch nicht heran, dennoch zeigt sich: Der Arztberuf bleibt für viele junge Menschen ein großes Karriereziel.

Ein Teil der Studienplätze ist erneut für sogenannte “Aufgaben im öffentlichen Interesse” reserviert.

87 Studienplätze gehen an Bewerber, die sich verpflichten, nach dem Studium für einen bestimmten Zeitraum etwa als Kassen-, Spitals-, Militär- oder Amtsarzt zu arbeiten. Dafür gelten beim Aufnahmetest etwas niedrigere Punktegrenzen.

Weitere Aufnahmeprüfungen folgen

Mit dem MedAT beginnt gleichzeitig die heiße Phase der Aufnahmeverfahren an Österreichs Universitäten.

Auch für andere stark nachgefragte Studiengänge stehen in den kommenden Wochen Auswahlverfahren auf dem Programm. Bereits am Mittwoch absolvieren rund 13.000 Interessierte den Aufnahmetest an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Am kommenden Montag folgt zudem das erste bundesweite Aufnahmeverfahren für den neuen Masterstudiengang Psychotherapie. Dort werden 500 Studienplätze vergeben.

Für die angehenden Mediziner heißt es nun: konzentrieren, durchhalten und Nerven bewahren. Der mehrstündige Aufnahmetest entscheidet darüber, wer sich im Herbst den Traum vom Medizinstudium erfüllen darf – und wer einen neuen Anlauf nehmen muss.