Für Menschen ist der Stich zwar schmerzhaft, aber ungefährlich. Ganz anders sieht es für Tiere und die Umwelt aus. Die Art kann in Einzelfällen schwere Schäden verursachen, etwa bei Haustieren. Noch gravierender sind jedoch die Auswirkungen auf ganze Ökosysteme.

Die ursprünglich aus Südamerika stammende Ameise breitet sich vor allem durch menschliche Aktivitäten aus – etwa über Pflanzenhandel und Erde. In Europa ist sie erst seit wenigen Jahren präsent.

Bedrohung für ganze Lebensräume

Die Elektroameise gilt als extrem anpassungsfähig und bildet riesige Kolonien. Auf engem Raum können sich zehntausende Tiere ansiedeln und dabei heimische Arten verdrängen. Das Gleichgewicht in betroffenen Gebieten gerät dadurch massiv ins Wanken.

Besonders problematisch ist ihre Fähigkeit zur schnellen Vermehrung. In bestimmten Umgebungen kann sie sich klonen und so explosionsartig ausbreiten.

Kampf gegen die Ausbreitung

Experten sehen derzeit noch eine Chance, die Ameise einzudämmen. Voraussetzung ist jedoch rasches und koordiniertes Vorgehen. Im betroffenen Gebiet dürften alle bekannten Kolonien auf eine einzige Königin zurückgehen.

Gelingt es nicht, die Ausbreitung zu stoppen, könnten langfristig ganze Lebensräume verändert werden.