Der 21-jährige Abdul B. soll der CSD-Killer sein. Die Polizei fahndet öffentlich mit einem Foto nach dem Mann. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Polizei warnt
„Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben. Des Weiteren sollen mehrere Personen durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein“, heißt es in der Mitteillung der Polizei. Die Polizei warnt davor, den Mann anzusprechen: „Bitte sprechen Sie die gesuchte Person bei Antreffen in keinem Fall an und meiden Sie den direkten Kontakt. Sie ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“ Abdul B. soll bis vor Kurzem noch im Jugendknasst gesessen haben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sei der 21-Jährige erst im Mai 2026 entlassen worden.
Weißer Van soll in Menschenmenge gerast sein
Wie die Welt berichtet, erfolgte in einem Mietshaus im Berliner Stadtteil Schöneberg durch Spezialkräfte der Polizei ein Zugriff. Gegen 1.10 Uhr soll in der Straße Bissingzeile, an der Meldeadresse von Abdul B., ein explosionsartiger Knall zu hören gewesen sein. Die Bissingzeile ist nur 1,2 Kilometer vom Tatort entfernt. Gegen 1.25 Uhr verließen die Spezialkräfte den Ort – ohne Festnahme.

Terror auf dem CSD
Der Anschlag hatte sich am Samstagabend gegen 22 Uhr ereignet. Mit einem weißen Mini-Van ist eine Person durch den Tiergarten gerast. Der Van ist schwer demoliert zum Stehen gekommen, nachdem er zahlreiche Menschen erfasst und teils tödlich verletzt hatte. Der oder die Tatverdächtige(n) konnte(n) aus dem Fahrzeug fliehen.
Veranstaltung abgebrochen
Gegen 1 Uhr waren der oder die Täter noch flüchtig – laut Polizei hatte es keine Festnahme gegeben. Videos, die im Netz kursieren, würden sich auf andere Delikte und Polizeieinsätze rund um den CSD beziehen. Die Veranstalter haben das Event mit Hunderttausenden Besuchern abgebrochen. Die Besucher sind gebeten worden, das Gelände ruhig zu verlassen und den Bereich rund um die Siegessäule und den Tiergarten zu meiden.
Wegner: „CSD war sehr, sehr gut geschützt“
Berlins Regierender Bürgermeister war kurz nach Mitternacht am Tatort. Er sagt: „Wir haben heute einen großartigen CSD erlebt – viele feiernde Menschen, die glücklich waren, die die Vielfalt dieser Stadt gefeiert haben, die Weltoffenheit, die Freiheit, ja, auch die Liebe. Dieser Tag wurde durch diese schreckliche Tat beendet.“ Wegner sagte, er glaube, „dass der CSD sehr, sehr gut geschützt war“. Er sei selbst am Nachmittag dort gewesen. Er ergänzte: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.“
Nach NIUS-Informationen war Kai Wegner nach dem Statement mit seinen Personenschützern in den Tiergarten gegangen, um sich den Tatort direkt anzuschauen – vor Ort wollte er Fragen von NIUS nicht beantworten.
„Abscheuliche Tat“
Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den Anschlag auf den CSD in Berlin und sprach von einer „abscheulichen Tat“. Die Polizei berichtet von zahlreichen Verletzten, darunter auch Menschen mit lebensgefährlichen Verletzungen.
„Mutmaßlich ist hier ein Fahrzeug in den Park eingefahren, hat mehrere Personen angefahren, offensichtlich auch verletzt“, sagte ein Sprecher der Polizei. Augenzeugen berichten von einem weißen Van, der mit hoher Geschwindigkeit durch den Tiergarten gefahren sei und Menschen erfasst habe.
Polizei und Rettungskräfte versorgen mindestens 15 Verletzte
Laut Polizei ist eine Person mit einem weißen Van von der Linnestraße in den Tiergarten gefahren und hat mehrere Menschen erfasst. Das ist die Route, die der Anschlags-Van zurückgelegt hat. Es ist noch unklar, ob es einen oder mehrere Tatverdächtige gibt. Die Polizei hat noch keine tatverdächtige Person festnehmen können.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal NIUS erschienen.

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