Jedes Jahr veröffentlicht die Statistik Austria die häufigsten Vornamen neugeborener Buben und Mädchen – aufgeschlüsselt nach Bundesland und in exakter Schreibweise. Das bedeutet: “Mohammed”, “Mohammad”, “Muhammed” oder “Mohamed” gelten in dieser offiziellen Zählung als unterschiedliche, eigenständige Namen. Erst wenn man sie händisch zusammenzählt, wird sichtbar, welchen Rang der Name in Wirklichkeit einnimmt.

Die Zahlen im Detail

Für Wien weist die Statistik Austria für das Geburtsjahr 2025 unter den 60 häufigsten Bubennamen zwei Mohammed-Schreibweisen aus:

  • Mohammad: 52 Nennungen (Rang 24 in der Einzelzählung)
  • Mohammed: 33 Nennungen (Rang 58 in der Einzelzählung)

Zusammengezählt ergibt das 85 Nennungen. Zum Vergleich die offizielle Top 10 der Buben in Wien 2025:

  1. Noah – 144
  2. Adam – 139
  3. Elias – 113
  4. Leon – 102
  5. Maximilian – 87
  6. Theodor – 85
  7. Emil – 82
  8. Leo – 79
  9. Luka – 74
  10. Paul – 71

Mit 85 zusammengezählten Nennungen liegt Mohammed gleichauf mit Theodor auf Platz 6 – und damit klar vor Emil, Leo, Luka und Paul. Wichtig dabei: In den Rohdaten sind nur Schreibweisen erfasst, die es unter die Top 60 geschafft haben. Weitere, seltenere Varianten wie “Muhammad” oder “Mohamed”, die in früheren Jahrgängen in Wien ebenfalls auftauchten, aber 2025 unter der Erfassungsschwelle liegen, sind in dieser Summe noch gar nicht enthalten. Die tatsächliche Zahl dürfte also eher höher als niedriger liegen.

Kein Einzelfall – ein Trend mit Anlauf

Der Blick in die Vorjahre zeigt: 2025 ist kein Ausreißer, sondern Teil einer längeren Entwicklung – tatsächlich lag der bisherige Höchststand sogar schon ein Jahr davor. 2024 kam die Summe aus “Mohammad” (45), “Muhammed” (35) und “Mohammed” (33) auf 113 Nennungen – nur knapp hinter dem damaligen Spitzenreiter Adam (127) und damit sogar für einen Platz unter den Top 3 ausreichend, wäre der Name einheitlich geschrieben worden.

In den Jahren davor pendelte die zusammengezählte Häufigkeit meist zwischen 40 und 80 Nennungen pro Jahr. Damit reihen sich sowohl 2024 als auch 2025 deutlich über diesem langjährigen Durchschnitt ein – wobei 2025 mit 85 Nennungen unter dem Vorjahreswert bleibt, aber weiterhin für einen Platz in den Top 10 reicht.

Warum die Schreibweise so stark streut

Mohammed gehört zu den am häufigsten variierten Vornamen weltweit: Allein im deutschsprachigen Raum sind rund zwei Dutzend unterschiedliche Transkriptionen aus dem Arabischen gebräuchlich, je nachdem, aus welcher Region oder Sprache die Familie stammt. Genau das führt dazu, dass der Name in Statistiken, die nach exakter Schreibweise sortieren, systematisch unterschätzt wird: Jede einzelne Schreibvariante konkurriert für sich allein um einen Listenplatz, während Namen mit einheitlicher Schreibweise – wie Noah oder Adam – ihre volle Häufigkeit auf einen einzigen Listenplatz bündeln.