Die Tat ereignete sich am 3. Juli des Vorjahres im ICE 91 auf der Strecke von Hamburg nach Wien. Rund 500 Menschen befanden sich an Bord, als der damals 20-jährige Syrer plötzlich mit Axt und Hammer auf Fahrgäste losging.
Bei der Attacke wurden vier Menschen schwer verletzt, darunter auch ein Lokführer. Nach Ansicht des Gerichts sei es „schlichtweg Zufall“ gewesen, dass niemand ums Leben kam, berichtet die Krone.
Bereits mehrfach wegen Gewalt verurteilt
Der Mann war 2021 als unbegleiteter Minderjähriger nach Österreich gekommen und erhielt Asyl. Zuvor war er über die Türkei eingereist und hatte nach eigenen Angaben mehrere Jahre auf der Flucht verbracht.
Schon vor dem Angriff in Deutschland war der Flüchtling in Österreich strafrechtlich aufgefallen. Er wurde unter anderem wegen schwerer Körperverletzung in Salzburg sowie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt. Vor dem Landgericht Regensburg musste sich der Angeklagte wegen mehrfachen versuchten Totschlags verantworten. Das Gericht folgte den Gutachten der Sachverständigen, wonach der Mann an einer paranoiden Schizophrenie mit Wahnvorstellungen und massivem Realitätsverlust leidet.
Nach Auffassung des Gerichts war er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig und deshalb nicht in der Lage, das Unrecht seiner Handlungen zu erkennen oder entsprechend zu handeln. Aus diesem Grund ordnete das Gericht seine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
Asylverfahren läuft weiter
Unabhängig vom Strafverfahren bestätigte das österreichische Innenministerium, dass das bereits eingeleitete Verfahren zur Aberkennung des Asylstatus fortgesetzt wird.
Für die Opfer endet das Leid mit dem Urteil nicht. Viele leiden laut Berichten weiterhin unter den psychischen und körperlichen Folgen der Tat. Kopfschmerzen, Schwindel, Panikattacken bei Zugfahrten und wiederkehrende Albträume gehören für einige Betroffene bis heute zum Alltag.

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