Anfang Juli meldete sich Anastasia bei einer Polizeiinspektion in Wien-Meidling. Der Grund: Ihre drei Kinder im Alter von zwei, sechs und acht Jahren waren verschwunden.
Der Verdacht der Mutter richtet sich gegen ihren 35-jährigen Ehemann und Vater der Kinder. Wenige Tage zuvor soll er ihr angeboten haben, sich für zwei Tage alleine um die Kinder zu kümmern, damit sie eine kurze Reise nach Prag unternehmen könne.
Doch laut Anastasia war diese Auszeit nur ein Vorwand, berichtet die Heute.
„Als ich zurückkam, war niemand mehr da“
Während die Mutter unterwegs war, soll der Familienvater die Koffer gepackt und die Wohnung mit den Kindern verlassen haben.
„Als ich von der Reise nach Hause kam, war die Wohnung leer. Es war niemand mehr da“, schilderte die verzweifelte Mutter gegenüber „Heute“.
Unmittelbar danach erstattete sie Anzeige und wandte sich an die Polizei. Nach Angaben der Wienerin habe es zuvor keine größeren Probleme in der Ehe gegeben. Zwar habe es – wie in jeder Beziehung – gelegentliche Meinungsverschiedenheiten gegeben, doch mit einer solchen Situation habe sie niemals gerechnet.
Besonders belastend: Nach dem Verschwinden soll der Vater den Kontakt abgebrochen haben. Zudem seien gemeinsame Bankkonten gesperrt und Ersparnisse der Familie verschwunden.
„Ich stehe vor dem Nichts und kämpfe darum, meine Kinder wiederzubekommen. Ich weiß nicht, wann ich sie wieder in die Arme schließen kann“, sagte Anastasia.
Sorge vor Ausreise ins Ausland
Die größte Angst der Mutter: Ihre Kinder könnten Österreich verlassen haben. Sie befürchtet, dass der Vater mit ihnen möglicherweise nach Syrien gereist sein könnte.
Ob sich die Kinder tatsächlich dort befinden, ist derzeit allerdings nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen.
Die Wiener Polizei bestätigte den Vorfall. Eine Sprecherin erklärte, dass der Vater Ende Juni gemeinsam mit den drei Kindern die gemeinsame Wohnung verlassen habe und seither nicht zurückgekehrt sei.
Ermittelt wird wegen des Verdachts der Kindesentziehung.
Für Anastasia beginnt nun eine Zeit voller Ungewissheit. Zwischen Hoffnung und Angst wartet sie auf ein Lebenszeichen ihrer Kinder – und darauf, sie endlich wieder in die Arme schließen zu können.

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