Der Fall beschäftigt Oberösterreich bis heute: Am 30. Juni 2024 verschwand die damals 64-jährige Frau während einer Wanderung im Almtal spurlos. Zwei Jahre später gibt es weder eine heiße Spur noch Hinweise darauf, was der erfahrenen Wanderin zugestoßen sein könnte.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann war sie vom Almtalerhaus in Richtung Welserhütte aufgebrochen. Wie bei vielen ihrer Touren vereinbarte das Ehepaar einen Treffpunkt, da beide unterschiedlich schnell unterwegs waren. Als ihr Mann dort eintraf, fehlte jedoch jede Spur von seiner Frau, berichteten die OÖ Nachrichten. Zunächst hoffte er auf eine Verzögerung, doch auch auf der Hütte erschien sie nicht. Am Abend alarmierte er schließlich die Einsatzkräfte.

Es folgte eine der größten Suchaktionen der vergangenen Jahre. Bergrettung, Alpinpolizei, Suchhunde und zahlreiche freiwillige Helfer durchkämmten das unwegsame Gelände rund um die Hetzau. Doch trotz unzähliger Einsätze wurde weder persönliche Ausrüstung noch das Mobiltelefon der Vermissten gefunden.

Fremdverschulden ausgeschlossen

Die Ermittler schließen ein Fremdverschulden weiterhin aus. Einen konkreten Hinweis auf den Verbleib der Frau gibt es bis heute nicht. Ob ein medizinischer Notfall, ein Absturz oder eine Orientierungsverirrung zum Verschwinden führte, bleibt völlig offen.

Für den Ehemann und den gemeinsamen Sohn ist die Ungewissheit besonders belastend. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen sei zwar praktisch erloschen, doch die Suche nach Gewissheit gehe weiter. Unterstützung erhalten sie dabei weiterhin von engagierten Freiwilligen, die das Gebiet regelmäßig absuchen.

Dass selbst nach vielen Jahren noch Zufallsfunde möglich sind, zeigen frühere Vermisstenfälle in den Alpen. Genau daran klammert sich die Familie: an die Hoffnung, eines Tages zumindest Antworten zu finden.