Nach dem Urteil gegen Marius Borg Høiby (29) hat sich seine Ex-Freundin Nora Haukland (29) erstmals ausführlich selbst zu Wort gemeldet. Wie exxpress berichtete, wurde Høiby am Montag zu vier Jahren Haft, einem Kontaktverbot und einer Geldstrafe verurteilt. Nach der Entscheidung gab es zunächst nur eine Stellungnahme ihres Anwalts. Nun veröffentlichte Haukland mehrere persönliche Botschaften auf Instagram.
Darin schreibt sie über die öffentliche Debatte rund um den Prozess und die Reaktionen, die sie erhalten habe. „Ich habe alles erhalten, von hoffnungsvollen Briefen bis hin zu Todesdrohungen“, erklärt sie. Durch diese Erfahrungen habe sie vor allem eines gelernt: „Du bist niemals ein gutes genuges Opfer.“
„Du bist niemals ein gutes genuges Opfer“
In ihrem Posting spricht Haukland außerdem über die Folgen von Gewalt in Partnerschaften. Diese hinterlasse Spuren, „nicht nur im Moment, sondern lange danach. Manchmal für den Rest des Lebens“. Traumata würden nicht zwangsläufig mit der Zeit verschwinden. Noch heute bekomme sie hohen Puls durch das Zuschlagen einer Tür, stampfende Schritte eines Mannes oder den lauten Klang eines Motorrads.
Zugleich betont die 29-Jährige, dass sie mit diesen Erfahrungen nicht allein sei. Sie habe Frauen aus unterschiedlichsten Berufen und Lebenssituationen getroffen, darunter Ärztinnen, Lehrerinnen, Polizistinnen, Führungskräfte und Verkäuferinnen. Eines hätten sie gemeinsam: „Sie waren Partnergewalt ausgesetzt.“
Auch auf Kritik an ihrer Person geht Haukland ein. Menschen hätten über ihr Make-up, ihre Kleidung, ihre Handtasche, ihre Präsenz in sozialen Medien und ihren Beruf als Influencerin diskutiert. Während ihrer Beziehung zu Marius habe sie sich selbst dieselben Fragen gestellt und versucht, sich zu verändern. „Das Ergebnis? Es wurde nur schlimmer“, schreibt sie.

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