Nach den Kommunalwahlen in Frankreich zeigt sich in vielen Städten ein deutlicher politischer Rechtsruck. Rechtspopulistische Parteien und Bündnisse konnten in mehr als 60 Gemeinden Rathäuser übernehmen. Aktivisten berichten, dass sich dieser Machtwechsel bereits auf die lokale LGBTIQ-Politik auswirkt  Besonders sichtbar wird das bei Pride-Veranstaltungen und Regenbogensymbolen: In Orten wie Elne und Faches-Thumesnil wurden geplante Aktionen gestrichen oder Zeichen der queeren Community aus dem öffentlichen Raum entfernt.

Neuen Politischen Kräfte haben genug vom Regenbogenkult

Die neuen Stadtführungen begründen diese Schritte häufig mit politischer „Neutralität“. Kritiker widersprechen jedoch entschieden und sehen darin eher ein gezieltes Unsichtbarmachen von Minderheiten.  Auch frühere Verantwortliche betonen, dass Regenbogensymbole nie als parteipolitische Botschaft gedacht waren, sondern als Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung

Unterschiedliche Ansichten

Zivilgesellschaftliche Gruppen werten die Entwicklung als Warnsignal und befürchten langfristige Folgen für die Akzeptanz von LGBTIQ-Menschen. Erste Proteste und Gegenaktionen sind bereits angekündigt. Konservative Kreise, sehen das als Schritt in die richtige Richtung und zurück zur Normalität.