Hintergrund: Die Frau hatte bereits im August 2025 Anzeige erstattet, nachdem ihre damals zehnjährige Tochter vergewaltigt worden sein soll. Doch der Verdächtige wurde laut ihrer Darstellung monatelang weder festgenommen noch verhört. Genau dieser Mann steht inzwischen im Verdacht, die elfjährige Lyhanna vergewaltigt und ermordet zu haben. Ihre Leiche war Anfang Juni gefunden worden.

Schwere Vorwürfe

Die Mutter macht nun nicht nur den mutmaßlichen Täter, sondern auch den französischen Justizminister mitverantwortlich. Sie wirft Darmanin unter anderem Gefährdung von Menschenleben und unterlassene Hilfeleistung vor. Die Beschwerde wurde bei einem Sondergericht eingereicht, das für Strafverfahren gegen Regierungsmitglieder zuständig ist, schreibt die dpa.

Massive Versäumnisse aufgedeckt

Eine bereits eingesetzte Untersuchungskommission deckte massive Versäumnisse der Behörden auf. Demnach wurden die Ermittlungen zur Vergewaltigungsanzeige verschleppt, der Fall nicht ausreichend priorisiert und nur mangelhaft kontrolliert. Gegen eine stellvertretende Staatsanwältin läuft bereits ein Disziplinarverfahren. Der

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berichtete.

Warnung schon vor Jahren?

Darmanin weist jede persönliche Verantwortung zurück und denkt nicht an einen Rücktritt. Für die Mutter des Opfers steht jedoch fest: Die Behörden seien seit Jahren vor den Problemen im Kampf gegen Kindesmissbrauch gewarnt worden – gehandelt habe trotzdem niemand. Nun soll das Gericht klären, ob die mutmaßlichen Versäumnisse letztlich eine weitere Tragödie ermöglicht haben.