Auslöser für die Neuausrichtung war eine Protestaktion, bei der Aktivisten mit gefälschten Mitarbeiterausweisen in den Veranstaltungsbereich gelangten und während der Eröffnungsfeier für einen Zwischenfall sorgten.

Sechs Aktivisten waren im Vorjahr mit gefälschten Festspiel-Ausweisen auf das Gelände gelangt. Während der Eröffnungsfeier entrollten einige von ihnen auf der Galerie der Felsenreitschule ein Pro-Palästina-Banner, andere betraten während einer Rede von Vizekanzler Andreas Babler die Bühne und protestierten lautstark.

Der Vorfall löste eine Debatte über die Sicherheitsvorkehrungen bei einer Veranstaltung aus, an der neben hochrangigen Vertretern der Republik auch zahlreiche internationale Gäste teilnahmen, berichtet die Krone.

Umfassende Risikoanalyse durchgeführt

Für die diesjährigen Festspiele wurde das Sicherheitskonzept grundlegend überarbeitet. Wie Friedrich Hoch von der Sicherheitskoordination erklärte, erfolgte zunächst eine umfassende Bedrohungsanalyse nach internationalen Standards des Risiko- und Krisenmanagements.

Dabei wurden insgesamt 66 mögliche Bedrohungsszenarien untersucht und bewertet. Auf Basis dieser Analyse entwickelten die Verantwortlichen technische, organisatorische und personelle Maßnahmen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und besser bewältigen zu können.

Nach Angaben der Festspiele wurde das Sicherheitskonzept gemeinsam mit internen Fachabteilungen sowie in enger Abstimmung mit Polizei, Behörden, Einsatzorganisationen und weiteren Sicherheitspartnern weiterentwickelt.

Neben einer verstärkten Prävention wurden auch mögliche Krisenszenarien intensiv geübt. Ziel ist es, im Ernstfall rasch und koordiniert reagieren zu können.

Schulungen und neue Abläufe

Ergänzend zum neuen Sicherheitskonzept fanden mehrtägige Schulungen und Trainings für die beteiligten Mitarbeiter statt. Zudem wurde ein spezielles Sicherheits- und Organisationssystem eingeführt, das Risiken während der Veranstaltungen laufend bewerten und entsprechende Maßnahmen ermöglichen soll.

Mit den verschärften Vorkehrungen wollen die Salzburger Festspiele verhindern, dass sich ein Zwischenfall wie jener bei der Eröffnung im Vorjahr wiederholt.