Die sichergestellte Tatwaffe, eine Weltkriegswaffe P39, habe er illegal besessen. Auch ein Abschiedsbrief wurde bei den Toten – der Schütze dürfte ihn geschrieben haben – gefunden. Eine Obduktion der Toten wurde angeordnet.
In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler weitere Munition und Magazine, die zur Tatwaffe passten. Über das Motiv herrschte am Abend noch Unklarheit. Die Ermittlungen waren noch im vollen Gange.
Die Stadt Linz und die ARGE Urfahranermarkt haben am frühen Donnerstagabend das für den Abend geplante Feuerwerk am Urfahraner Frühjahrsmarkt auf Samstag verschoben. Dafür soll heute um 21.30 Uhr eine Gedenkminute für die Opfer und die Hinterbliebenen abgehalten werden, währenddessen bleiben die Lichter der Fahrgeschäfte aus und stehen still.
Drei Gewaltverbrechen in Linz in der Öffentlichkeit seit März
Seit Mitte März ist die Gewalttat vom Donnerstag die dritte in Linz in der Öffentlichkeit. Zuerst wurde auf der Landstraße ein Passant niedergestochen und ein zweiter schwer verletzt. Mitte April schlug ein Mann auf dem Südbahnhof einem Sicherheitsmitarbeiter einer nahe gelegenen Bank mit einem Beil auf den Kopf und verletzte ihn schwer. Ebenfalls im April hatten Polizisten nach derzeitigem Ermittlungsstand in Notwehr einen mit Schere und Spritze bewaffneten Mann in einer Linzer Wohnung erschossen. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und der zuständige Stadtrat Michael Raml (FPÖ) haben danach Vertreter der Exekutive sowie aus dem Präventions- und Sozialbereich am 11. Mai zu einem Sicherheitsgipfel geladen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse werde der Gipfel erweitert, teilten Prammer und Raml am Abend mit und drückten zugleich den Hinterbliebenen der Opfer ihr “tiefes Mitgefühl” aus. Im Mittelpunkt stehe “eine umfassende Analyse des aktuellen Lagebilds”. Nun sei zudem die “gesamte Stadtregierung” eingeladen.
S E R V I C E – Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133 sowie in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum – Frauennotruf OÖ unter 0732/602200

Kommentare
Lädt Kommentare...