Angeblich war Armin Wolf im Urlaub – doch das hielt den ZiB2-Moderator nicht davon ab, exxpress-Herausgeberin Eva Schütz auf Bluesky öffentlich zu attackieren. Anlass war die Nominierung von Schütz durch Vize-Stiftungsratschef Gregor Schütze für das ORF-Generaldirektions-Hearing am Donnerstag. „Der stv. Vorsitzende des Stiftungsrats ist offenbar der Meinung, dass die Herausgeberin einer rechten, rassistischen Fake News-Schleuder (die praktisch täglich den ORF diffamiert und Millionenverluste produziert) als ORF-Generaldirektorin geeignet ist”, schrieb Wolf. Wie Oe24 berichtet, könnte das Posting gegen den ORF-Ethikkodex verstoßen – Stiftungsrat Peter Westenthaler hat nun Anzeige bei ORF-Chefin Thurnher erstattet.
Was der Ethikkodex vorschreibt
Punkt 3.2.1 des ORF-Ethikkodex ist eindeutig: ORF-Mitarbeiter müssen bei Social-Media-Äußerungen die Werte des ORF – insbesondere Objektivität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit – berücksichtigen. Öffentliche Äußerungen dürfen „keinesfalls geeignet sein, Zweifel an der Objektivität oder Unparteilichkeit des ORF aufkommen zu lassen.” Persönliche Wertungen über Dritte müssen „stets sachlich gehalten und begründet” sein. Und: Je exponierter ein Mitarbeiter, desto sensibler sind seine Äußerungen zu beurteilen. Wolf zählt zweifellos zu den exponiertesten Gesichtern des ORF.
Westenthaler fordert Konsequenzen
In seiner Anzeige an Thurnher bezeichnet Westenthaler Wolfs Posting als „wiederholten Verstoß” gegen den Ethikkodex. Er fordert „rasche dienstrechtliche Konsequenzen, da Schaden für den ORF entstanden ist und auch die Gefahr weiterer ähnlicher Postings durch die Verhaltensauffälligkeit des Herrn Wolf auf Social Media evident ist.”
Ob ORF-Chefin Thurnher – die noch bis Ende 2026 im Amt ist – Konsequenzen zieht, bleibt abzuwarten. Für Wolf wäre es nicht das erste Mal, dass seine Social-Media-Aktivitäten intern für Diskussionen sorgen.

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