Kurz darauf verschwand die Filterfunktion allerdings vollständig.
Parlament spricht von „veraltetem System“
Laut Sky News begründet die Parlamentsverwaltung den Schritt mit einer laufenden Überprüfung für ein “inklusiveres Parlament”. Der bisherige Geschlechterfilter sei Teil eines alten technischen Systems gewesen, das nun entfernt worden sei.
Gleichzeitig werde überprüft, welche persönlichen Informationen über Abgeordnete künftig veröffentlicht werden sollen und in welcher Form dies geschehen soll.
Kritik von konservativen und linken Politikerinnen
Die Entscheidung löste umgehend Protest aus. Die konservativen Abgeordneten Rachael Hamilton und Meghan Gallacher warnten in einem Schreiben an Parlamentspräsident Kenneth Gibson davor, dass die politische Repräsentation von Frauen dadurch schwerer nachvollziehbar werde.
Auch Labour-Politikerin Carol Mochan kritisierte die Maßnahme. Sie argumentierte, Bürger hätten ein legitimes Interesse daran zu erfahren, ob sie sich an einen männlichen oder weiblichen Vertreter wenden.
Frauenrechtsorganisationen alarmiert
Besonders deutlich fiel die Reaktion der Organisation „For Women Scotland“ aus. Gegenüber Holyrood erklärte die Gruppe, mit dem Verschwinden der Suchfunktion sei auch die Sichtbarkeit weiblicher Repräsentation im Parlament verloren gegangen.
Die Organisation fordert deshalb, weibliche Abgeordnete wieder klar auf der Website auszuweisen. Ob die Suchfunktion zurückkehrt, ließ das Parlament bislang offen.

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