An Bord befinden sich die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie der Kanadier Jeremy Hansen. Trotz aller technischen Herausforderungen vermitteln sie derzeit ein Bild von Kontrolle und Zuversicht in einer Zeit, in der Raumfahrt erneut globale Aufmerksamkeit bekommt. Noch steht jedoch die entscheidende Phase bevor – die Rückkehr zur Erde.
Countdown zur Hitzeschlacht im All
Die Landung ist für die Nacht auf Samstag vor der Küste von San Diego im Pazifik geplant. Rund sechs Stunden vor dem Wiedereintritt beginnt die Vorbereitung in der Kapsel, inklusive Systemchecks und Kurskorrekturen. Kurz vor der Trennung vom Servicemodul wird die entscheidende Flugbahn eingeleitet, die „Integrity“ mit extremem Tempo in Richtung Atmosphäre führt.
Dann wird es kritisch: In rund 122 Kilometern Höhe trifft die Kapsel auf die Erdatmosphäre und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 38.365 km/h. Dabei entsteht durch Reibung eine Hitze von über 2800 Grad. Der Hitzeschild muss diese Phase überstehen – und genau hier liegt das Risiko der Mission, schreibt 20min.ch.
Hitzeschild unter Druck: NASA zwischen Vertrauen und Risiko
Der 7,6 Zentimeter dicke Schutzschild aus Avcoat-Material soll die extreme Hitze kontrolliert ableiten. Doch bei der Vorgängermission Artemis 1 kam es zu Schäden, Material löste sich unkontrolliert ab. Damals war die Ursache eine Gasansammlung im Inneren des Schutzsystems, die Risse verursachte.
Trotz Anpassungen an Material und Flugprofil wird bei Artemis 2 erneut ein älteres System verwendet. Kritiker warnen, dass die verkürzte Hitzebelastung von acht Minuten nicht ausreichen könnte. NASA-Vertreter hingegen betonen ihr Vertrauen in Simulationen und Ingenieursarbeit – letztlich entscheidet aber der reale Wiedereintritt.

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