Mit deutlichen Worten rechnet Dengler mit seiner ehemaligen politischen Heimat ab. Der Rauswurf komme für ihn keineswegs unerwartet, erklärte Dengler in einer Stellungnahme.

Nach seiner Ansicht habe die Parteiführung einen völlig falschen Kurs eingeschlagen, erzählt er der Kronen Zeitung. Sie orientiere sich am olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ – ein Anspruch, der seiner Meinung nach den politischen Herausforderungen nicht gerecht werde.

„Diskussionen nur noch im Hinterzimmer“

Besonders scharf kritisiert Dengler den innerparteilichen Umgang mit unterschiedlichen Meinungen.

Offene Debatten würden kaum noch zugelassen und, wenn überhaupt, nur hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Sein härtester Vorwurf richtet sich gegen die Rolle der Abgeordneten im Parlament.

„Abgeordnete sind zu Stimmvieh degradiert“, erklärte Dengler und kritisierte damit den aus seiner Sicht fehlenden Raum für eigenständige Entscheidungen

Mandat will er behalten

Trotz seines Ausschlusses denkt Dengler nicht daran, sein Nationalratsmandat zurückzugeben.

Im Gegenteil: Er kündigte an, seine parlamentarische Arbeit unabhängig fortzusetzen und Missstände weiterhin offen anzusprechen.

„Ich werde weiter aufzeigen, wo dringende Änderungen erforderlich sind und was der Bevölkerung nicht mehr zumutbar ist“, erklärte der Politiker.

„Dafür bin ich gewählt worden“

Seine Verantwortung sehe er weiterhin gegenüber den Wählerinnen und Wählern.

„Dafür bin ich gewählt worden, und dafür werde ich die Verantwortung als Mandatar weiter wahrnehmen“, betonte Dengler.

Mit seinen scharfen Aussagen dürfte der Konflikt zwischen dem ehemaligen Parteigründer und den NEOS noch lange nicht beendet sein. Der öffentliche Schlagabtausch sorgt bereits jetzt für erhebliche politische Aufmerksamkeit.