Am 7. Oktober 2023 wurden über tausend Israelis im Süden Israels von palästinensischen Terroristen ermordet und verschleppt – eines der schlimmsten Massaker der jüngeren Geschichte. Nun hat die amerikanische Aufsichtsbehörde USAID OIG, die unter anderem Hilfsprogramme überwacht, neue Beweise für die Beteiligung von vier weiteren UNRWA-Mitarbeitern an dem Anschlag entdeckt. Die vier – drei Lehrer und eine Sozialarbeiterin – wurden dem US-Außenministerium zur Prüfung einer Suspendierung gemeldet. Es ist nicht das erste Mal, dass UNRWA-Mitarbeiter in den Fokus geraten: Bislang wurden bereits sieben Mitarbeiter entlassen, weitere 14 sollen Verbindungen zur Hamas gehabt haben. Dass Deutschland das Hilfswerk trotz der früh aufkeimenden Vorwürfe in den Jahren 2023 und 2024 mit insgesamt rund 913 Millionen Euro förderte, hatte Apollo News berichtet.

Lehrer und Sozialarbeiterin im Verdacht

Bei den vier neu identifizierten Verdächtigen handelt es sich um drei Lehrer und eine Sozialarbeiterin – allesamt beim UN-Hilfswerk angestellt. Die US-Aufsichtsbehörde betont, dass es oberste Ermittlungspriorität sei, „dass US-finanzierte humanitäre Hilfe im Gazastreifen nicht in die Hände der Hamas und anderer ausländischer Terrororganisationen gelangt”. Die erneute Eingliederung „terroristisch verbundener Akteure” im Gazastreifen wolle man mit „zusätzlichen Ermittlungen” verhindern.

Trump stoppte US-Gelder – Deutschland zahlte weiter

Die Vorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter sind nicht neu. Bereits im Jänner 2024 kamen erste Berichte auf, dass mindestens zwölf Mitarbeiter am Massaker beteiligt gewesen sein sollen. Als die Vorwürfe Anfang 2025 erneut laut wurden, stoppte US-Präsident Donald Trump die US-Gelder für das Hilfswerk konsequent.

Österreich zahlte trotz der Vorwürfe weiter: Von 2023 bis 2025 flossen rund neun Millionen Euro direkt an die Organisation. Deutschland stellte der UNRWA im selben Zeitraum rund 913 Millionen Euro zur Verfügung.