Untersucht wurden insgesamt rund 103.000 Haushalte mit Bezug zu den Herkunftsländern Syrien, Afghanistan, Irak, Iran, Tschetschenien (Russische Föderation) und Somalia. Laut Auswertung gelten österreichweit rund 47 Prozent dieser Haushalte als nicht selbsterhaltungsfähig, berichtet die Krone.
Wien weist die höchsten Werte auf
Besonders hoch ist der Anteil in Wien. Dort sind laut den veröffentlichten Zahlen rund drei Viertel der betroffenen Haushalte auf staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen. In den übrigen Bundesländern fällt der Anteil deutlich geringer aus.
Zum Vergleich: Bei Haushalten ohne zugewanderte Personen liegt die Selbsterhaltungsfähigkeit laut Statistik Austria – je nach Bundesland – zwischen 90 und 93 Prozent. In Wien beträgt sie demnach rund 86 Prozent.
Die Familienbeihilfe wurde bei der Auswertung nicht berücksichtigt.
Ministerin kündigt strengeren Kurs an
Integrationsministerin Claudia Bauer sieht in den Zahlen Handlungsbedarf. Der Sozialstaat solle Menschen dabei unterstützen, möglichst rasch wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. Dauerhafte Abhängigkeit von staatlichen Leistungen dürfe kein Anreiz sein, erklärte die Ministerin.
Sie kündigte an, dass künftig stärker darauf geachtet werden solle, Integrationsbemühungen einzufordern. Wer seinen Verpflichtungen nicht nachkomme, müsse auch mit Kürzungen von Unterstützungsleistungen rechnen.
Arbeitsmarkt im Fokus
Als weiteres Argument verweist das Ministerium auf Entwicklungen in Wien. Nach Änderungen bei der Mindestsicherung für subsidiär Schutzberechtigte sei die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe laut AMS-Daten deutlich zurückgegangen.
Für die Bundesregierung bleibt daher die Integration in den Arbeitsmarkt ein zentrales Ziel. „Arbeit ist der Schlüssel für Integration“, betonte Ministerin Bauer. Die aktuellen Zahlen dürften die politische Debatte über Sozialleistungen, Zuwanderung und Integrationsmaßnahmen weiter anheizen.

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