Wer sich in Österreich künftig erstmals einen Hund anschaffen möchte, muss sich zuvor verpflichtend mit dem Thema Hundehaltung beschäftigen. Seit 1. Juli gilt bundesweit ein neuer Sachkundenachweis für Erst-Hundehalter.
Konkret müssen angehende Hundehalter zunächst einen vierstündigen Theoriekurs absolvieren. Innerhalb des ersten Jahres nach der Anschaffung des Hundes folgt zusätzlich ein zweistündiger Praxisteil mit dem eigenen Tier. Ziel ist es, Grundlagen über Haltung, Verhalten, Bedürfnisse und den sicheren Umgang mit Hunden zu vermitteln.
Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV) begrüßt die neue Regelung. ÖKV-Präsident Philipp Ita spricht von einem wichtigen ersten Schritt: „Es ist wichtig und richtig, dass sich Menschen bereits vor der Anschaffung eines Hundes mit ihrer Verantwortung auseinandersetzen.“
Gleichzeitig warnt der Verband davor, den Sachkundenachweis als bloße Pflichtübung zu verstehen. Sechs Unterrichtseinheiten könnten zwar ein Fundament schaffen, eine kontinuierliche Ausbildung und regelmäßiges Training aber nicht ersetzen. Verantwortungsvolle Hundehaltung sei ein langfristiger Prozess.
Wahl des passenden Hundes
Besonders wichtig sei außerdem die Wahl des passenden Hundes. Künftige Halter sollten sich bereits vor dem Kauf überlegen, ob ein Hund überhaupt zu ihrem Lebensstil passe und welche Rasse für ihre Lebenssituation geeignet sei.
Der ÖKV fordert zudem mehr Aufklärung über den Welpenkauf. Käufer sollten auf eine nachvollziehbare Herkunft achten, seriöse Züchter bevorzugen und dubiose Billigangebote oder sogenannte Kofferraumkäufe konsequent meiden. Auch die Überprüfung von EU-Heimtierausweis und Kennzeichnung sei ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvoller Hundehaltung.

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