Die Zahl der Suspendierungen an Österreichs Schulen steuert auf einen neuen Rekordwert zu. Aktuelle Daten aus den Bundesländern zeigen, dass in mehreren Regionen bereits mehr Schüler suspendiert wurden als im gesamten vergangenen Schuljahr. Darüber berichtete das Ö1-Morgenjournal.
Besonders deutlich fällt der Anstieg in Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten und Vorarlberg aus. In der Steiermark hat sich die Zahl der Suspendierungen sogar mehr als verdoppelt: Waren es im Vorjahr noch 95 Fälle, wurden heuer bereits mehr als 200 Schüler vom Unterricht ausgeschlossen.
Oberösterreich nähert sich 600 Fällen
In absoluten Zahlen liegt Oberösterreich an der Spitze der Bundesländer. Die Bildungsdirektion geht davon aus, dass die Zahl der Suspendierungen bis Schulschluss auf rund 600 Fälle ansteigen wird.
Keine aktuellen Zahlen liegen hingegen aus Wien vor. Die Bundeshauptstadt verzeichnet traditionell die meisten Suspendierungen. Im vergangenen Schuljahr wurden dort rund 800 Schüler suspendiert.
Lehrer schlagen Alarm
Für Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Thomas Krebs sind die steigenden Zahlen ein deutliches Warnsignal. „Bei Suspendierungen geht es um Gefahr im Verzug, und das zeigt schon, wie prekär die Situation ist“, erklärte er.
Immer wieder komme es zu körperlichen Attacken im Schulalltag. „Gegenstände, die in der Schule täglich verwendet werden sollten, wie zum Beispiel eine Schere, können zur Waffe werden und entsprechend missbraucht werden. Das kommt leider sehr oft vor“, schilderte Krebs.

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