Laut der Zeitung habe der Zellgenosse seinen Anwälten einen Brief auf gelbem Papier gegeben, um Vorwürfe zu entkräften, er habe Epstein angegriffen. Der Brief sei unter Verschluss. Die New York Times konnte ihn nicht selbst einsehen und hat deshalb beim Gericht einen Antrag auf Offenlegung eingereicht. Das US-Justizministerium hat der Zeitung bestätigt, dass der Brief den Behörden nicht vorliegt.

Missbrauchsring, Millionen – und ein mysteriöser Tod

Sollte das Schreiben authentisch sein, könnte es einen Einblick in den psychischen Zustand Epsteins in den Wochen vor seinem Tod geben. Der Multimillionär hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen sich viele einflussreiche Menschen befunden haben.

Vor fast 20 Jahren kam es zu einem Gerichtsprozess, in dem Epstein sich in bestimmten Punkten schuldig bekannte. Jahre später wurde der Fall neu aufgerollt und Epstein erneut festgenommen. Noch bevor ein weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb Epstein am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Als Todesursache wurde Suizid angegeben.