Der Prozess hatte in Norwegen monatelang für Schlagzeilen gesorgt. Im Zentrum stand die Frage, ob die betroffenen Frauen überhaupt in der Lage waren, einer sexuellen Handlung zuzustimmen. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar mehr als sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch. Am Ende fiel das Urteil deutlich aus – und sorgt nun für einen der größten Skandale rund um das norwegische Königshaus der vergangenen Jahre.
Hammer in ohnehin schwierigen Zeiten
Besonders tragisch: Das Urteil trifft die Familie in einer ohnehin schwierigen Zeit. Kronprinzessin Mette-Marit kämpft seit Jahren mit schweren gesundheitlichen Problemen und wartet derzeit wegen einer unheilbaren Erkrankung auf eine Spenderlunge. Nun muss sie zusätzlich die Verurteilung ihres Sohnes verkraften.
Ein Leben lang im Fokus der Öffentlichkeit
Zwar gehört Høiby formal nicht dem Königshaus an, da er aus einer früheren Beziehung von Mette-Marit stammt und kein offizielles Mitglied der Königsfamilie ist. Dennoch steht er seit seiner Kindheit im Fokus der Öffentlichkeit und wurde von den Norwegern stets als Teil der Royals wahrgenommen. Mit dem Schuldspruch endet ein aufsehenerregender Prozess – die Debatte über den Fall und die Folgen für die Königsfamilie dürfte allerdings noch lange nicht verstummen.

Kommentare
Lädt Kommentare...