Die stimmberechtigten Mitgliedsverbände entschieden sich mit 65 zu 64 Stimmen für den 58-jährigen Rechtsanwalt Alexander Ospelt. Nach seiner Wahl bedankte sich der Liechtensteiner für das Vertrauen und kündigte an, Präsident für alle Mitgliedsverbände sein zu wollen. „Lasst uns unsere Arbeit tun und diese Reise gemeinsam angehen“, erklärte Ospelt unmittelbar nach seiner Wahl.
Breite Unterstützung für Ospelt
Der neue FIS-Präsident wurde unter anderem von Österreich, der Schweiz, Norwegen, Italien, Kanada und den USA unterstützt. Viele Verbände hatten sich in den vergangenen Jahren zunehmend kritisch gegenüber der Amtsführung von Johan Eliasch gezeigt.
Insbesondere die Vermarktungsstrategie des bisherigen Präsidenten sowie die finanzielle Situation des Verbandes sorgten immer wieder für Diskussionen und Spannungen innerhalb der internationalen Ski-Familie.
Rückhalt von den Skistars
Auch zahlreiche Athletinnen und Athleten hatten sich zuletzt gegen eine weitere Amtszeit Eliaschs ausgesprochen. Zu den prominentesten Kritikern zählten Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt sowie Ski-Superstar Mikaela Shiffrin.
Für zusätzliche Unruhe sorgte kurz vor der Wahl die Ausladung der ehemaligen österreichischen Rennläuferin Alexandra Meissnitzer, die zuvor öffentlich Kritik an Eliasch geäußert hatte.
ÖSV begrüßt Neuanfang
Beim Österreichischen Skiverband wurde das Wahlergebnis positiv aufgenommen. ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer gratulierte Ospelt zur Wahl, würdigte aber gleichzeitig die Arbeit seines Vorgängers.
Nun gehe es darum, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und den Verband gemeinsam weiterzuentwickeln. Viele Beobachter sehen in der Wahl die Chance auf einen Neustart und eine Beruhigung der zuletzt oft angespannten Beziehungen zwischen der FIS und ihren Mitgliedsverbänden. Johan Eliasch hatte das Präsidentenamt im Juni 2021 übernommen und war 2022 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt worden. Seine Amtszeit war von zahlreichen Konflikten mit nationalen Verbänden begleitet. Mit Alexander Ospelt übernimmt nun ein erfahrener Sportfunktionär die Führung des Weltverbandes. Der Jurist war von 2016 bis 2023 Präsident des Liechtensteiner Skiverbandes und sitzt seit zwei Jahren im FIS-Council. Seine Amtszeit an der Spitze der FIS ist auf vier Jahre angelegt. Für viele im internationalen Skisport beginnt damit eine neue Ära.

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