Während Oberst Markus Reisner die Bedeutung der Meerenge für den weltweiten Ölhandel erklärte, bekamen Zuschauer eine idyllische Küstenlandschaft zu sehen, die mit dem besprochenen Ort wenig zu tun hatte. Der Fehler fiel zunächst kaum auf, sorgt jetzt aber für Stirnrunzeln.

Falsche Meerenge im Bild

Statt der bekannten Straße von Hormus wurde die deutlich kleinere Churan-Straße eingeblendet. Diese liegt zwar in der gleichen Region, ist jedoch für den internationalen Schiffsverkehr kaum relevant. Während durch Hormus ein Großteil des globalen Öltransports läuft, ist die gezeigte Passage viel schmaler und nicht für große Tanker geeignet.

Der Unterschied ist erheblich: Die echte Meerenge ist über 50 Kilometer breit, die gezeigte Stelle misst nur wenige Kilometer.

Details verraten die Panne

Wer genau hinsah, konnte den Fehler erkennen. Das türkisfarbene, seichte Wasser und die dunklen Inseln im Bild gehören zu einem geschützten Naturgebiet mit Mangrovenwäldern. Dieses Gebiet wird vor allem touristisch und für Fischerei genutzt – mit internationaler Schifffahrt hat es wenig zu tun.

Gerade bei einem sensiblen Thema wie globalen Handelsrouten wirkt der Fauxpas umso auffälliger.