Vor allem in den emotionalen Phasen des Endspiels sorgte der zusätzliche Kommentar für Verwirrung und ließ manche zunächst an eine technische Panne denken. Wie sich herausstellte, steckte jedoch kein technischer Defekt hinter dem ungewöhnlichen Klangbild. Vielmehr waren die Arbeitsbedingungen im MetLife Stadium aufgrund des riesigen Medienandrangs außergewöhnlich beengt.

Die Kommentatoren verschiedener Fernsehsender saßen beim WM-Finale deutlich näher beisammen als bei gewöhnlichen Länderspielen. Dadurch drang der lautstarke Kommentar eines benachbarten TV-Teams immer wieder in die Mikrofone des ORF, so oe24.

TV-Teams dicht an dicht

Wie eng es rund um das Endspiel zuging, zeigte sich bereits in der Vorberichterstattung. ORF-Moderator Rainer Pariasek und Experte Andreas Herzog standen am Spielfeldrand praktisch Tür an Tür mit dem ZDF-Team rund um Moderator Jochen Breyer sowie den Experten Per Mertesacker und Christoph Kramer.

Zwischen den zahlreichen internationalen TV-Stationen blieb kaum Platz – ein Umstand, der sich schließlich auch akustisch bemerkbar machte.

Vor den Fernsehgeräten löste der zusätzliche Kommentar zahlreiche Reaktionen aus. Besonders während packender Spielszenen war die fremdsprachige Stimme deutlich neben den Wortmeldungen von Thomas König und Andreas Herzog zu hören.

Die ungewöhnliche Tonkulisse war letztlich eine Folge der engen Platzverhältnisse im Stadion – und nicht das Resultat einer technischen Störung bei der ORF-Übertragung.

Seltenes Phänomen bei Großereignissen

Bei Weltmeisterschaften arbeiten Hunderte Medienvertreter aus aller Welt gleichzeitig im Stadion. Gerade bei Finalspielen mit außergewöhnlich großem Interesse kann es vorkommen, dass Kommentatoren verschiedener Sender unmittelbar nebeneinandersitzen und sich ihre Stimmen gegenseitig in den Übertragungen bemerkbar machen.

Für die Zuschauer war der ungewöhnliche Ton zwar irritierend – am spannenden WM-Finale änderte die kuriose Begleiterscheinung allerdings nichts.