Der künftige ORF-Generaldirektor Clemens Pig setzt erste personelle Schritte für seine Amtszeit. Am Dienstag veröffentlichte der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Ausschreibungen für vier zentrale Direktionsposten sowie für alle neun Landesdirektionen.

Neu besetzt werden die Bereiche „Programm und Brands“, „Audience und Plattformen“, „Finanzen und Verwaltung“ sowie „Technologie und Innovation“. Die jeweiligen Verantwortungsbereiche reichen von Programmplanung, Kultur, Information und Sport über digitale Plattformen und Audience-Management bis hin zu Finanzen, IT und technischem Innovationsmanagement.

Von den Bewerbern erwartet der ORF neben einschlägiger Berufserfahrung auch Führungskompetenz, strategisches Denken sowie fundierte Kenntnisse des ORF-Gesetzes. Vorausgesetzt werden zudem analytische Fähigkeiten, organisatorisches Geschick und hohe soziale Kompetenz. Bewerber sollen sich klar mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag, den Programmgrundsätzen und den Richtlinien des ORF identifizieren.

Jahresgehalt von mindestens 95.000 Euro

Für die Landesdirektoren ist laut Ausschreibung bei Vollzeitbeschäftigung ein Jahresgehalt von mindestens 95.132,80 Euro brutto vorgesehen. Die tatsächliche Entlohnung kann je nach Ausbildung und Berufserfahrung deutlich höher ausfallen. Transparenzberichte des ORF zeigen, dass Spitzenkräfte des Hauses teilweise wesentlich höhere Bezüge erhalten.

Zusätzlich wird von künftigen Direktoren und Landesdirektoren Vertrauenswürdigkeit, Unbescholtenheit sowie ein Verhalten verlangt, das die Glaubwürdigkeit eines öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens wahrt. Im Zuge des Auswahlverfahrens sollen eingeladene Kandidaten auch zu ihren persönlichen Einstellungen gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk befragt werden.

Die Bewerbungsfrist endet am 14. Juli 2026. Interessenten können ihre Unterlagen per E-Mail an direktorenbestellungen@orf.at übermitteln. Der ORF betont in der Ausschreibung, dass Bewerbungen von Frauen besonders willkommen sind.