Die Bande soll seit Dezember 2022 dutzende Diebstähle begangen und dabei vor allem teure Parfums ins Visier genommen haben.

Drogeriemärkte systematisch ins Visier genommen

Der verursachte Schaden summiert sich laut Polizei mittlerweile auf rund 40.000 Euro. Mehrere Tatverdächtige wurden bereits festgenommen – doch die Ermittlungen laufen weiter.

Nach Angaben der Polizei soll die Gruppe insgesamt 42 Mal zugeschlagen haben. Die Tatorte lagen überwiegend in Wien sowie im Burgenland. Besonders begehrt waren hochpreisige Parfums, daneben wurden auch Lebensmittel entwendet.

Die 13 Verdächtigen sind zwischen 19 und 43 Jahre alt. Bis auf einen slowakischen Staatsangehörigen handelt es sich laut Ermittlern um ungarische Staatsbürger. Die Behörden sprechen von einer engen Zusammenarbeit zwischen Wiener und burgenländischen Polizeieinheiten, da sich die Taten über mehrere Bundesländer erstreckten.

Geständnis brachte Ermittlungen ins Rollen

Den entscheidenden Durchbruch brachte offenbar die Vernehmung eines 38-jährigen Mannes, der sich bereits in Schubhaft befand. Laut Polizei legte er ein umfassendes Geständnis ab und lieferte Hinweise auf weitere Beteiligte.

In den darauffolgenden Wochen erfolgten zahlreiche Festnahmen – teilweise direkt während laufender Diebstähle. Mehrere Verdächtige wurden sowohl in Wien als auch im Burgenland aufgegriffen.

Auch international griffen die Ermittlungen. In Ungarn kam es infolge eines europäischen Haftbefehls ebenfalls zu Festnahmen. Sieben Personen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien bereits in Justizanstalten eingeliefert.

Fahndung nach weiteren Verdächtigen läuft

Noch ist der Fall für die Ermittler allerdings nicht abgeschlossen. Nach mehreren mutmaßlichen Beteiligten wird weiterhin gesucht. Die Behörden prüfen zudem mögliche weitere Straftaten und Verbindungen zu anderen Eigentumsdelikten.

Die Polizei geht davon aus, dass Teile der gestohlenen Ware weiterverkauft wurden. Gerade hochpreisige Markenparfums gelten seit Jahren als beliebtes Ziel organisierter Ladendiebe, da sie leicht transportierbar und auf dem Schwarzmarkt schnell veräußerbar sind.

Parfum-Diebstähle nehmen zu

Der aktuelle Fall reiht sich in eine wachsende Zahl ähnlicher Delikte ein. Erst im Februar war es in Wien-Landstraße zu einem weiteren Vorfall gekommen. Dort hatte ein Ladendetektiv einen 41-jährigen Mann beim Diebstahl eines Parfums ertappt.

Besonders brisant: Der Detektiv erkannte den Mann offenbar von früheren Videoaufnahmen aus einer anderen Filiale wieder. Die Polizei nahm den Verdächtigen daraufhin wegen gewerbsmäßigen Diebstahls fest.