Der Mann steht im Verdacht, als Mitglied einer kriminellen Organisation beim sogenannten „Polizistentrick“ als „Abholer“ tätig gewesen zu sein. Nach umfangreichen Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien observierten Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) den Verdächtigen und nahmen ihn schließlich gegen 1.30 Uhr in der Favoritenstraße fest.
14.500 Euro Bargeld und falsche Polizeiausweise
Bei der Festnahme stellten die Ermittler mehr als 14.500 Euro Bargeld, antiken Schmuck, Bankbelege sowie mehrere gefälschte Polizeiausweise sicher. Welche Straftaten dem 23-Jährigen konkret nachgewiesen werden können, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei vermutet jedoch, dass der Mann an zahlreichen Betrugsfällen beteiligt gewesen sein könnte. Deshalb werden weitere Geschädigte, die bislang keine Anzeige erstattet haben, ersucht, sich beim Landeskriminalamt Wien oder bei jeder Polizeiinspektion zu melden.
So funktioniert der perfide „Polizistentrick“
Die Täter rufen ihre meist älteren Opfer an und geben sich als Polizisten aus. Sie warnen etwa vor angeblichen Einbrechern oder vor kriminellen Bankmitarbeitern und behaupten, Bargeld oder Schmuck müssten zur sicheren Verwahrung von der Polizei abgeholt werden. Kurz darauf erscheint ein vermeintlicher Beamter an der Haustür und nimmt Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände entgegen – die Opfer sehen ihr Vermögen danach meist nie wieder.
Polizei warnt eindringlich
Die Wiener Polizei appelliert erneut, insbesondere ältere Angehörige über diese Betrugsmasche aufzuklären. Echte Polizisten verlangen niemals Geld oder Wertgegenstände zur Sicherstellung. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und umgehend den Notruf 133 wählen.

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