Zecken breiten sich zunehmend auch in Regionen aus, die bislang als unkritisch galten. Dass selbst in Höhenlagen über 1.000 Meter Zecken überleben, zeigt sich inzwischen deutlich.

Tierärztin Gabi Fidler berichtet im Gespräch mit dem ORF, von einem auffälligen Fall: Eine Gams war bereits Mitte März stark von Zecken befallen. Ein Phänomen, das noch vor wenigen Jahren als ungewöhnlich gegolten hätte.

Steigende Fallzahlen – mehr schwere Verläufe

Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Erkrankungszahlen wider. Im Jahr 2024 mussten österreichweit 158 Personen wegen einer FSME-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden – im Jahr davor waren es noch 104. Für 2025 stehen noch keine Daten zur Verfügung.

Mehr als die Hälfte der Betroffenen entwickelt schwere Verläufe mit neurologischen Symptomen. Dazu zählen Entzündungen des Gehirns, des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln.

Besonders gefährdet: ältere Menschen

Ein weiterer entscheidender Risikofaktor ist das Alter. Die Mehrheit der Erkrankten war über 50 Jahre alt. Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab, wodurch die Anfälligkeit für schwere Krankheitsverläufe deutlich steigt.