Grund für die Maßnahme ist die anhaltende Trockenheit. Laut Gemeinde sinkt der Grundwasserspiegel kontinuierlich, während gleichzeitig der Wasserverbrauch steigt. Die Trinkwasserversorgung sei derzeit zwar noch gesichert, dennoch wolle man frühzeitig handeln, bevor drastischere Maßnahmen notwendig werden.

Weitere Gemeinden ziehen nach

Die Verordnung gilt seit dem 26. Juni und könnte zum Vorbild für weitere Gemeinden werden. Bereits die Nachbarorte Tollet und Sankt Georgen bei Grieskirchen übernehmen die neuen Vorgaben, da sie gemeinsam mit Grieskirchen einen Wasserverband bilden.

Wie lange die Einschränkungen gelten, ist derzeit offen. Sie bleiben so lange in Kraft, bis sich die Wasserversorgung nachhaltig entspannt.

Diese fünf Verbote gelten jetzt

Die neue Verordnung regelt genau, wofür Trinkwasser derzeit nicht mehr verwendet werden darf.

Pool befüllen verboten: Das erstmalige Befüllen oder vollständige Austauschen des Wassers in privaten Schwimmbecken, Whirlpools oder mobilen Pools ist untersagt. Lediglich das Nachfüllen von verdunstetem Wasser bleibt erlaubt.

Autos waschen verboten: Pkw, Motorräder, Anhänger oder andere Fahrzeuge dürfen auf privaten Grundstücken nicht mehr mit Trinkwasser gereinigt werden. Erlaubt bleibt lediglich die Fahrzeugwäsche in gewerblichen Waschanlagen mit Wasserkreislauf.

Rasen sprengen untersagt: Rasensprenger und automatische Bewässerungsanlagen für Zierrasen dürfen nicht mehr betrieben werden.

Gärten nur eingeschränkt bewässern: Gemüsebeete, Balkonpflanzen und landwirtschaftliche Kulturen dürfen ausschließlich zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens per Gießkanne oder Schlauch sparsam bewässert werden.

Reinigungsarbeiten verboten: Das Abspritzen von Hausfassaden, Terrassen, Gehwegen oder Hofeinfahrten mit Trinkwasser ist ebenfalls untersagt.

Ausnahmen für Notfälle

Von den Einschränkungen ausgenommen sind Einsätze, bei denen Gefahr für Menschen oder Tiere besteht. Auch die Feuerwehr darf Wasser weiterhin verwenden, allerdings ausschließlich bei zwingend notwendigen Einsätzen. Für Übungen soll derzeit kein Trinkwasser verwendet werden.

Bürgermeisterin Maria Pachner betont, dass die Versorgung aktuell noch gesichert sei. Ziel der Verordnung sei es jedoch, die vorhandenen Wasserreserven verantwortungsvoll zu schützen und deutlich strengere Maßnahmen in Zukunft zu vermeiden.

Sie appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die Vorgaben konsequent einzuhalten und darüber hinaus bewusst mit Trinkwasser umzugehen. Bereits kleine Einsparungen vieler Haushalte könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um die Versorgung langfristig zu sichern.