Der Vorfall ereignete sich am 23. April. Laut Ermittlungen warf der Jugendliche zwei Molotowcocktails gegen das Schulgebäude. Als Motiv nannte er die Angst vor einem bevorstehenden Elternsprechtag sowie den Wunsch nach zusätzlichen freien Tagen, berichtet die Kronen Zeitung.
Für Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll ist klar, dass es sich dabei um keinen harmlosen Streich handelt.
„Das ist kein Dummerjungenstreich und kein Kavaliersdelikt. Da geht es nicht nur um Sachschaden. Immerhin lebt auch der Schulwart im Gebäude“, betonte er.
Verdacht fiel rasch auf den Schüler
Der 15-Jährige galt bereits zuvor als auffällig. Er hatte zahlreiche Fehlstunden angesammelt und soll laut Berichten schon länger signalisiert haben, die Schule nicht mehr besuchen zu wollen.
Obwohl der Täter auf den Aufnahmen der Überwachungskameras sein Gesicht mit einer Kapuze verdeckt hatte, geriet der Jugendliche rasch ins Visier der Ermittler. Körperbau und Bewegungsmuster sollen mit den Aufzeichnungen übereingestimmt haben. Schließlich legte er ein Geständnis ab.
Schulpflicht endet in wenigen Wochen
Besonders brisant: Der Schüler besucht erst die dritte Klasse einer Mittelschule, erfüllt jedoch mit Ende dieses Schuljahres bereits seine neunjährige Schulpflicht.
Wie die Bildungsdirektion Oberösterreich erklärt, könnte er grundsätzlich weiterhin einen Pflichtschulabschluss erwerben. Ob dies an seiner bisherigen Schule oder an einer anderen Bildungseinrichtung geschieht, ist derzeit offen.
Abschluss fraglich
Aktuell gilt es als wahrscheinlich, dass der Jugendliche seine Schullaufbahn ohne Pflichtschulabschluss beendet. Die verbleibenden zweieinhalb Wochen des Schuljahres wird er voraussichtlich nicht mehr regulär an der Mittelschule verbringen, um weitere Konflikte oder Zwischenfälle zu vermeiden.
Dennoch stehen ihm grundsätzlich weitere Bildungswege offen. Auch ohne Pflichtschulabschluss könnte er eine Lehre beginnen und die dazugehörige Berufsschule besuchen – vorausgesetzt, er findet einen Ausbildungsplatz. Wie es für den 15-Jährigen konkret weitergeht, bleibt vorerst offen. Klar ist jedoch, dass der Brandanschlag weitreichende Folgen haben wird – sowohl strafrechtlich als auch für seinen weiteren Bildungsweg.
Die zuständigen Behörden und Bildungseinrichtungen stehen nun vor der Herausforderung, einen Weg zu finden, der sowohl den Sicherheitsinteressen als auch den Zukunftschancen des Jugendlichen gerecht wird.

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