Der Gewaltausbruch ereignete sich in der Nacht auf den 13. Juli gegen 0.10 Uhr in einer Wohnung im 14. Wiener Gemeindebezirk. Auslöser soll ein vom Vater ausgesprochenes Verbot gewesen sein, an das sich der Zwölfjährige nicht gehalten haben soll.
Tortur mit Kabel und Ledergürtel
Daraufhin soll der 42-Jährige völlig die Kontrolle verloren haben. Laut Polizei griff er zu einem Kabel und einem Ledergürtel und schlug damit auf seinen Sohn ein. Zudem soll er den Buben mit dem Umbringen bedroht haben.
Bruder wollte helfen – und wurde selbst geschlagen
Als der 17-jährige Bruder die Misshandlungen bemerkte, versuchte er einzugreifen und den Zwölfjährigen zu schützen. Doch auch auf ihn soll der Vater eingeschlagen haben. Insgesamt leben in der Familie drei Söhne und eine noch sehr kleine Tochter. Eine Freundin von einem der Brüder wäre laut exxpress-Informationen telefonisch über den Gewaltausbruch informiert worden. Sie reagierte sofort und alarmierte die Polizei. Als die Beamten in der Wohnung eintrafen, war auch die Mutter der Kinder anwesend. Der 42-jährige Vater wurde von den Polizisten festgenommen.
Zahlreiche Hämatome am ganzen Körper
Besonders erschütternd ist das Ausmaß der Verletzungen des Zwölfjährigen. Laut Polizei erlitt der Bub zahlreiche Hämatome und Einblutungen am gesamten Körper. Doch bei der Aufnahme des Sachverhalts ergab sich ein noch schwerwiegenderer Verdacht: Der 42-Jährige könnte seine Kinder bereits über mehrere Jahre hinweg wiederholt körperlich misshandelt haben.
Die Ermittlungen sollen nun klären, wie lange die mutmaßliche Gewalt bereits andauerte und ob neben den beiden Söhnen möglicherweise auch weitere Kinder betroffen waren. Gegen den 42-jährigen Syrer wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Der Mann wurde festgenommen und angezeigt.

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