Präsident Emmanuel Macron reagierte bei der Siegerehrung im Élysée-Palast mit unmissverständlichen Worten: „Das ist kein Fußball, das ist kein Sport, das ist nicht, was wir lieben. Wir werden gegenüber denjenigen, die erwischt wurden, kompromisslos sein.” Der Spiegel berichtete.
Champs-Élysées in Flammen
Besonders rund um den Prachtboulevard Champs-Élysées eskalierte die Lage. Vermummte gerieten mehrfach mit Einsatzkräften aneinander, Wurfgeschosse und Tränengas wurden eingesetzt. Videos in sozialen Medien zeigen brennende Autos, errichtete Barrikaden und Feuerwerkskörper, die auf Menschen abgefeuert wurden. Rund 8.000 Polizisten waren allein in Paris im Einsatz, landesweit insgesamt 22.000. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Ausschreitungen als „absolut inakzeptabel”.
Erinnerungen an das Vorjahr
Die Szenen erinnern an die Ausschreitungen nach dem Champions-League-Triumph im Vorjahr – damals gab es zwei Tote, knapp 200 Verletzte und 559 Festnahmen sowie knapp 700 Brände. Heuer fällt die Bilanz noch düsterer aus. Macron macht klar, dass er sich nicht damit abfinden will: „Wir wollen nicht, dass sich dies wiederholt. Es ist vorbei. Wir haben genug. Das muss ein Ende haben.”

Kommentare
Lädt Kommentare...