Im Mittelpunkt steht Eva Schütz, die für den ORF-Chefposten kandidiert und von den Stiftungsräten Gregor Schütze und Peter Westenthaler für das Hearing nominiert wurde. Für Wolf offenbar schwer zu verstehen. Auf der Plattform Bluesky bezeichnete er den von Schütz herausgegebenen exxpress als „rechte, rassistische Fake-News-Schleuder“ und stellte offen infrage, ob die Medienmacherin für den Spitzenjob beim ORF geeignet sei.

Politische Neutralität? Kritiker orten Grenzüberschreitung

Die Wortmeldung des ZiB2-Moderators sorgt nun selbst für Diskussionen. Kritiker werfen Wolf vor, kurz vor einer wichtigen Personalentscheidung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks massiv in die Debatte einzugreifen. Es wirke fast so, als könne er entscheiden, wer ORF-Chef wird.

„Peinliches Posting“

Gerade von einem der bekanntesten ORF-Gesichter werde politische Zurückhaltung erwartet, heißt es aus Kritiker-Kreisen. Die scharfen Aussagen würden den Eindruck erwecken, dass sich ein ORF-Journalist öffentlich in die Bestellung der künftigen Führung einmischen wolle. Schütz, angesprochen auf die Wortmeldung Wolfs, meinte lapidar: „Ein peinliches Posting, das lediglich zeigt, wie nervös manche am Küniglberg sind. Interessant, dass man dort glaubt, die Meinungshoheit darüber zu haben, was richtig und falsch ist.”

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FPÖ empört

Besonders heftig reagierte FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky. Er bezeichnete Wolfs Aussagen als „allerunterste Schublade“ und startete einen Angriff auf den ORF. Die Debatte um den ORF-Beitrag und die politische Ausrichtung des Senders werde durch solche Aussagen weiter angeheizt.

Showdown am Donnerstag

Am Donnerstag fällt die Entscheidung über die künftige ORF-Führung. Doch schon jetzt ist klar: Der Wahlkampf um den wichtigsten Medienjob des Landes wird von immer heftigeren Nebengeräuschen begleitet. Statt über Programme, Reformen und die Zukunft des ORF wird nun über persönliche Angriffe, politische Schlagseiten und die Rolle prominenter ORF-Journalisten diskutiert.