Was als einzelne Warnung begann, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem internationalen Kriminalfall entwickelt. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden manipulierte HiPP-Gläser der Sorte „Karotten mit Kartoffeln“ entdeckt. Laut Berichten, unter anderem der Kronen Zeitung, wird die Fahndung nun ausgeweitet. Während der Handel reagiert und die Produkte aus den Regalen nimmt, sehen sich die Ermittler immer neuen Fragen gegenüber.

Gift-Funde in mehreren Ländern

Die Dimensionen dieses Falls werden immer größer: In mehreren Ländern wurden HiPP-Gläser entdeckt, denen offenbar Rattengift beigemischt wurde. In Österreich konzentrieren sich die Ermittlungen derzeit auf das Burgenland und Oberösterreich.

Ein besonders brisanter Fall ereignete sich in Schützen am Gebirge. Dort wurde ein manipuliertes Glas gefunden, das kurz zuvor in Eisenstadt gekauft worden war. Beim Öffnen bemerkte der Käufer einen ungewöhnlichen Geruch und schlug sofort Alarm. Laut Kronen Zeitung wurde die Suche nach weiteren betroffenen Produkten inzwischen ausgeweitet.

Handel reagiert – Warnung an Eltern

Die Reaktion des Handels folgte umgehend: Spar und Maximarkt nahmen vorsorglich alle HiPP-Produkte aus dem Sortiment. Gleichzeitig warnte der Hersteller vor dem Verzehr bestimmter Gläser. Diese seien an einem weißen Aufkleber mit rotem Ring zu erkennen und könnten lebensgefährlich sein.

Für zusätzliche Unruhe sorgte die Kommunikation rund um den Vorfall. So war eine Hotline für besorgte Eltern zunächst nur verzögert erreichbar. Viele fühlten sich laut Bericht zunächst allein gelassen.

Polizei schlägt Alarm

Die Behörden bestätigen, dass bereits mehrere manipulierte Gläser sichergestellt wurden. Im Burgenland soll in derselben Filiale sogar ein weiteres betroffenes Produkt verkauft worden sein. Burgenlands Polizeisprecher Helmut Marban richtet einen klaren Appell an die Bevölkerung: „Wir bitten darum, vorsichtig zu sein.“

Kein Einzeltäter? Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Hintergründe des Falls sind weiterhin unklar. Im Raum steht auch eine mögliche Erpressung des Herstellers. Besonders brisant: Die Behörden gehen davon aus, dass mehrere Täter beteiligt sein könnten. Der Verdacht, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelt, verdichtet sich.

Auch die Justiz ist bereits eingeschaltet. In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft Eisenstadt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung. Parallel dazu laufen Verfahren in Tschechien und Deutschland.